Milliarden-Poker um Hyperliquid-Stablecoin: Wer zieht den längeren Hebel?
Der Wettstreit um die Lizenz zur Entwicklung des sehnsüchtig erwarteten USDH-Stablecoins der Plattform Hyperliquid hat in der Kryptowelt für erhebliche Dynamik gesorgt. Nachdem Hyperliquid am vergangenen Freitag bekannt gegeben hatte, dass es Vorschläge von verschiedenen Teams zur Entwicklung dieses Stablecoins akzeptiert, hat sich der Konkurrenzkampf intensiviert. Die Entscheidung soll am Ende durch die Validatoren der Plattform getroffen werden, die über das technische Rückgrat von Hyperliquid wachen.
Inmitten dieses Wettstreits hat Paxos, das New Yorker Fintech-Unternehmen, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit PayPal, einen überarbeiteten Vorschlag eingereicht. Dieser inkludiert eine Integration ins PayPal-Ökosystem mit Anreizen in Höhe von 20 Millionen US-Dollar. Doch Paxos steht nicht allein da: Seit Wochenbeginn strömen Angebote von Mitbewerbern wie Native Markets, Curve Finance, Ethena und Sky herein. Zusammengenommen stehen nun fast ein Dutzend Bieter in den Startlöchern um die begehrte Lizenz. Besondere Spannung erzeugt der Vorsprung von Native Markets, einer eigens für den Wettbewerb gegründeten Organisation, die offenbar die besten Chancen hat, wie Spekulationen auf der Plattform Polymarket nahelegen. Max Fiege, der das Team anführt, wird als Investor und Berater im Hyperliquid-Ökosystem bereits wohlwollend betrachtet.
Unter den Konkurrenten versucht auch Ethena, die DeFi-Plattform, die mit dem USDe Token bereits Erfolge feiern konnte, mit einem geschickten Vorschlag, bei dem ein Großteil der Erlöse der Hyperliquid-Gemeinschaft zugutekommen soll, zu punkten. Sky, das Protokoll hinter den Stablecoins DAI und USDS, sieht sich dagegen aufgrund einer geringen Bepunktung durch S&P Global Ratings mit Skepsis konfrontiert. Nach dem nächsten Software-Upgrade bei Hyperliquid wird es spannend: Die Plattform-Validatoren werden dann ihre Stimme abgeben und so den Gewinner des milliardenschweren Wettstreits bestimmen.

