Militärallianz im Roten Meer: USA hoffen auf weitere Länderbeteiligung
Das US-amerikanische Militärbündnis zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer soll weiter ausgebaut werden. Wie der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, am Dienstag bekannt gab, soll die Initiative noch stärker werden und weitere Länder sowie zusätzliche Ressourcen einbinden. Derzeit sei die Koalition der Willigen bereits angelaufen, aber es bestehe noch Raum für weitere Partner. Diese können selbst entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen sie sich beteiligen möchten.
Auf die Frage, warum sich nicht alle Länder öffentlich zu ihrer Teilnahme bekennen, erklärte Kirby, dass dies eine individuelle Entscheidung sei. Nicht alle wünschten eine öffentliche Bekanntgabe. Deutschland prüfe derweil eine Anfrage zur Beteiligung, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius bekannt gab.
Hintergrund der Militärallianz sind die fortlaufenden Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen auf Schiffe im Roten Meer. Trotz der Ankündigung der USA über das neue Bündnis haben die Rebellen erklärt, ihre Angriffe fortzusetzen. Kirby warf dem Iran vor, den Huthi-Rebellen Waffen und Mittel zur Verfügung zu stellen. 'Die Huthis mögen den Abzug betätigen, aber wie ich schon sagte: Der Iran gibt ihnen die Waffen.'
Um die wichtige Schifffahrtsroute durch das Rote Meer, die zum Suezkanal führt, besser zu schützen, haben die USA am Montag offiziell die Gründung des Bündnisses bekannt gegeben. Ziel ist es, eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem US-Militär und den Streitkräften anderer Länder in der Region zu erreichen. Die Angriffe der Huthi-Rebellen gefährden nicht nur Schiffe, sondern auch den Welthandel, da etwa zehn Prozent des gesamten Welthandels über diese Route abgewickelt werden.
Weitere Informationen zu den beteiligten Partnern und Ressourcen wurden nicht genannt. (eulerpool-AFX)

