Microsoft-Zahlen enttäuschen – Anleger von Meta jubeln
Turbulente Zeiten für die Technologieriesen an der New Yorker Börse, da neue Quartalszahlen von Microsoft und Meta im Fokus stehen. Während Meta-Anleger angesichts positiver Nachrichten am Donnerstag optimistisch gestimmt sind, zeigen sich Microsoft-Investoren besorgt über die Entwicklung. Frühmorgens verzeichneten Microsoft-Aktien den tiefsten Stand seit Mai 2025 und fielen zuletzt um satte 10 Prozent auf 432 US-Dollar. Der Technologie-Sektor der USA ist unter Druck, während der Dow Jones Industrial leicht im Vergleich zum Vortag rangierte.
Microsoft konnte zwar mit starker Nachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz und Cloud-Diensten punkten, dennoch fiel das Wachstum im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 schwächer aus als im Vorquartal. Sorgen über gestiegene Kosten und nachlassendes Wachstum belasten den Aktienkurs zusätzlich.
Der Kursverfall am Donnerstag führte die Microsoft-Aktien weiter weg von ihrem Rekordhoch von etwa 555 Dollar im Juli. Die Abwärtsbewegung wurde auch bei anderen Software-Titeln weltweit spürbar, wie ein Einbruch von 15 Prozent bei SAP zeigt.
Der Ausblick für Microsofts Cloud-Geschäft im laufenden Quartal wurde überwiegend verhalten bewertet. Finanzvorstand Amy Hood betonte erneut, dass Kapazitätsengpässe das Wachstum der Cloud-Sparte verzögern und hohe Investitionen erfordern. Auch wenn diese nötig seien, wird nicht mit sofortigem Wachstumsschub im Azure-Geschäft gerechnet, so Analysten wie Gabriela Borges von Goldman Sachs. Sie reduzierte das Kursziel um 55 auf 600 US-Dollar. Mark Murphy von JPMorgan hob hervor, dass das Umsatzziel für das dritte Quartal währungsbereinigt unter den Erwartungen liege und senkte das Kursziel um 25 auf 550 Dollar. In den vergangenen Monaten kam Microsoft beim Ausbau der Infrastruktur nicht schnell genug voran, nicht zuletzt wegen der stark gestiegenen Nachfrage nach Cloud- und KI-Produkten.

