Meyer Burger: Kein Investor für deutsche Standorte in Sicht
Für die deutschen Produktionsstandorte des insolventen Solarunternehmens Meyer Burger bleibt die Suche nach einem Investor bislang erfolglos. Wie die Insolvenzverwalter Lucas Flöther und Reinhard Klose bekanntgaben, wurde der Betrieb der Werke in Bitterfeld-Wolfen und Hohenstein-Ernstthal eingestellt. Von den ehemals rund 540 Arbeitsplätzen ist der Großteil bereits weggefallen, da der Zeitraum für die Zahlung des Insolvenzgeldes abgelaufen ist.
Obgleich Gespräche mit potenziellen Interessenten noch im Gange sind, zeigt sich bisher kein konkreter Hoffnungsschimmer am Horizont. Flöther erklärt sich weiterhin offen für mögliche Angebote und betont die Bereitschaft der Insolvenzverwalter, Verhandlungen bei neuen Chancen wiederaufzunehmen. Die ökonomische Lage in der europäischen Solarbranche bleibt jedoch weiterhin herausfordernd.
Am Standort Hohenstein-Ernstthal der Meyer Burger (Germany) GmbH mussten 206 Mitarbeiter freigestellt werden, während 62 noch an Abwicklungstätigkeiten beteiligt sind. Bei der Meyer Burger (Industries) GmbH mit Standorten in Bitterfeld-Wolfen und Hohenstein-Ernstthal verloren 271 Beschäftigte ihre Jobs, und 38 sind mit der Abwicklung beschäftigt.
Klose zeigte sich betroffen über die gegenwärtige Situation der Mitarbeitenden, lobte jedoch deren Einsatzbereitschaft in diesen schwierigen Zeiten. Sollten Investoren doch noch kurzfristig einsteigen, gibt es laut Insolvenzverwaltern eine Chance für die Wiedereinstellung betroffener Mitarbeiter.

