Metaphor: ReFantazio (PC) – Game Review

19. November 2024, 19:03 Uhr · Quelle: DailyGame.AT
Metaphor: ReFantazio ist das neueste Spiel von Entwickler Atlus, bekannt für ihre Spielreihen wie Persona und Shin Megami Tensei. Das neue JRPG-Abenteuer aus dem Hause Atlus schickt uns in einen spannenden Kampf um den Thron eines Königreichs.

Wir folgen dabei dem Protagonisten (Name kann selbst gewählt werden), der zusammen mit der Fee Gallica in die Hauptstadt reist, um dort einen Verbündeten zu treffen. Gemeinsam wollen sie den Fluch brechen, der den Prinzen des Königreichs befallen hat. Doch zu diesem Zeitpunkt wird auch der König getötet, und das Land steht ohne Nachfolger da. Dank der Königsmagie und einem gerissenen Plan des getöteten Königs kann niemand einfach so den Thron besteigen. Wer der neue König wird, soll das Volk entscheiden. Daraufhin beginnt eine Schlacht um den Thron, an der auch der Held der Geschichte teilnimmt, um den Thron für den Prinzen zu sichern und ihn von seinem Fluch zu erlösen.

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Typisches Spiel aus dem Atlus-Universum

In einigen Titeln, die von Atlus entwickelt werden, findet man immer wieder Elemente aus anderen Reihen des Entwicklers. So dürfte es nicht überraschen, dass man auch Parallelen zu Persona und Shin Megami Tensei findet. Doch Atlus recycelt nicht einfach Altes in einer neuen Story, sondern sie fügen neue Elemente hinzu und passen Bekanntes an das entsprechende Setting an. So wird es tatsächlich nie langweilig, und man muss zugeben, Atlus weiß einfach, wie man Geschichten erzählt.

Archetypen als Dreh- und Angelpunkt

Neben der Story, in der wir um den Thron wetteifern, haben und können wir auch anderes erledigen. Dabei spielen die Archetypen eine zentrale Rolle in Metaphor: ReFantazio. Diese Kraft erwacht zuerst im Helden und lässt ihn eine alternative Form annehmen. Diese Typen sorgen dafür, dass er und seine Mitstreiter Magie anwenden können, auch ohne einen Zünder. Zünder sind Geräte, die Menschen normalerweise verwenden, um Magie wirken zu können.

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Das Spannende ist, dass der Held und seine Mitstreiter jeden Archetypen ausrüsten können. Es ist also nicht wie bei Persona, wo nur der Protagonist verschiedene Personas verwenden kann, sondern alle können ihren Typ wechseln. So kann man für jeden Dungeon ein gutes Team zusammenstellen. Leider sorgt dies auch dafür, dass man theoretisch Mitstreiter vernachlässigen kann. Da jeder jeden Typ nutzen kann, kann also auch jeder ein Heiler oder Tank sein. Hat man seine Favoriten ausgewählt, gibt es theoretisch keinen Grund, sie zu wechseln.

Jeder Archetyp hat 20 Level, in denen neue Fertigkeiten freigeschaltet werden, bevor man den Archetypen meistert. Erreicht man diesen Punkt, werden bestimmte Werte bei dem ausgewählten Träger dauerhaft erhöht, wie zum Beispiel TP, Angriff oder Agilität. Es lohnt sich daher, so viele Archetypen wie möglich freizuschalten und sie immer wieder zu wechseln. Für viele Typen gibt es dann auch eine neue Version, die allerdings erst erforscht werden kann, wenn der Archetyp, auf dem er basiert, Level 20 erreicht hat.

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Rundenbasiertes Kampfsystem

Das rundenbasierte Kampfsystem gehört zu den Spielen von Atlus dazu und wurde auch in Metaphor: ReFantazio eingesetzt. Allerdings wurde es auf das Spiel zugeschnitten und entsprechend angepasst. So können wir in Dungeons Monster angreifen und sie erst einmal ein paar Mal im freien Kampf attackieren, bevor wir in den rundenbasierten Kampf gehen. Das hat den Vorteil, dass Gegner schon Schaden erlitten haben und den Kampf benommen antreten. Schafft man es jetzt noch, alle Gegner auszuschalten, ohne selbst Schaden genommen zu haben, erhält man einen Bonus, was Geld, EP und dergleichen angeht. Hier kommt es dann zur Geltung, ob man für den Dungeon die richtigen Archetypen ausgewählt hat. Die könnt ihr aber jederzeit wechseln, also keine Sorge.

Seid ihr um einiges stärker als die Gegner, müsst ihr nicht einmal mehr in den rundenbasierten Kampf gehen. Ein bis zwei Schläge im freien Kampf reichen aus, um sie zu vernichten, was das Farmen von EP und Geld um ein Vielfaches erleichtert.

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Pflegt eure Bindungen und Tugenden

Wir haben auch in Metaphor: ReFantazio einen Tag- und Nachtrhythmus, in dem wir verschiedenen Aktivitäten nachgehen können. Wir können Verbindungen mit neuen Personen eingehen, welche neue Archetypen und andere Boni freischalten. Das System ist nicht so aufwendig gestaltet wie in den Persona-Spielen. Es gibt keine Antworten, die euch Extrapunkte für die Bindung geben; die meisten Events sind vor allem durch eure Tugenden gesperrt oder können erst nach einem bestimmten Punkt in der Story gestartet werden. Das vereinfacht alles ein wenig, vor allem da mit nur vier Monaten die Zeit des Thronturniers auch wesentlich kürzer ist als das fast ganze Jahr, das man oftmals in den Persona Games zur Verfügung hat.

Eure königlichen Tugenden bestehen aus den fünf Kategorien Mut, Weisheit, Toleranz, Redegabe und Fantasie. Diese könnt ihr durch das Abschließen von Missionen oder anderen Aktivitäten, wie zum Beispiel Lesen, erhöhen. Das Schöne ist, dass ihr den Fortschritt genau verfolgen könnt. In den Persona-Titeln gab es solche Werte auch, aber man konnte nie genau sehen, wie viel Fortschritt noch bis zum nächsten Level fehlt. Bei Metaphor: ReFantazio kann man diesen Fortschritt aber nun endlich genau verfolgen.

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Eine spannende Grundidee

Wie von Atlus gewohnt, sind sie sich nicht zu schade, in ihren Spielen auch kontroverse Themen anzugehen. Auch in diesem Spiel wird nicht Halt gemacht. Die Basis der Welt sind verschiedene Stämme, wobei einige davon ein höheres Ansehen haben als andere. Unser Protagonist ist ein Edna, ein niederer Stamm, auf den viele andere Stämme herabsehen, was sich auch immer wieder in den Reaktionen der Personen, mit denen der Held interagiert, zeigt. Dabei trägt der Held ein Buch, das ganz klar eine Utopie zeigt, welche er anstrebt, aber für die meisten Hirngespinste sind, die nicht funktionieren würden. Dabei wird in diesem Buch eine Welt beschrieben, die unserer Realität in vielen Teilen ähnelt, also eine Welt, in der die Anführer eines Landes vom Volk gewählt werden, in der es ein klares Rechtssystem gibt und theoretisch auch keine Rassentrennung.

Die Story und das Setting regen daher sehr zum Nachdenken und zu eigenen Interpretationen an. Denn es gibt Monster in dieser Welt, welche das Volk als „Menschen“ bezeichnet. Es kann gut sein, dass es sich um eine parallele Welt handelt oder, was vielleicht mehr Sinn macht, um eine entfernte Zukunft. Denn hin und wieder treffen wir auch Geschichten, die erahnen lassen, dass bereits eine technisch fortschrittliche Nation existiert hat, die aber bereits untergegangen ist und von der nur noch Relikte existieren.

Metaphor: ReFantazio (c) Atlus

Ein Minuspunkt für die deutsche Lokalisierung

Leider muss man sagen, dass es auch einfach an unserer Sprache liegt, dass es so seltsam geworden ist. Im Spiel wird viel zwischen Siezen und Duzen gewechselt, was natürlich an sich schon Sinn macht, doch manchmal kommt mir die Entscheidung sehr willkürlich vor. Einige Gegner duzen unsere Truppe automatisch, während Menschen, mit denen wir eine Verbindung eingehen, gesiezt werden. Darüber kann man an sich hinwegsehen; es ist auch kein riesen Manko, aber es gab immer wieder Stellen im Spiel, wo mich das doch etwas genervt hat und mir das Verständnis gefehlt hat.

Um daraufhin auch direkt etwas Lobendes zu erwähnen: Der Soundtrack ist mal wieder echt gut geworden und sticht klar aus der Menge heraus.

Fazit zu Metaphor: ReFantazio

Ein wirklich unglaublich gutes Spiel, das viel Spaß macht. Atlus beweist mal wieder mit Metaphor: ReFantazio, dass sie es einfach draufhaben, JRPGs mit guter Story, guten Charakteren und vor allem gutem Soundtrack zu entwickeln. Mit 50 bis 60 Stunden bekommen wir auch wieder ordentlich was für unser Geld, auch wenn der Titel deutlich abgespeckter ist als man es aus den Persona-Spielen kennt. Dennoch kann ich es nur jedem ans Herz legen, der sich für das Rollenspiel-Genre begeistert.

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[dailygame.at] · 19.11.2024 · 19:03 Uhr
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