Wegner fordert Umschichtung zur Stärkung der Infrastruktur
Nach dem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag, der zu einem Stromausfall führte, fordert Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine Neuausrichtung finanzieller Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes. Diese sollen vermehrt in die kritische Infrastruktur fließen, erklärte Wegner im Gespräch mit Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Dabei betonte er, dass die Diskussion über funktionierende Strukturen Vorrang vor der Frage nach finanziellen Ressourcen haben müsse, jedoch letztlich auch der Finanzminister tätig werden müsse. Wegner kündigte an, die für Berlin vorgesehenen Sondervermögensmittel zugunsten des Schutzes der kritischen Infrastruktur umzuschichten. In Gesprächen mit dem Finanzsenator seien bereits erste Schritte in diese Richtung eingeleitet worden. „Alles muss auf den Prüfstand“, so Wegner weiter.
Sein Krisenmanagement während des Stromausfalls bewertet Wegner rückblickend gelassen. Persönlich wäre es möglicherweise von Vorteil gewesen, vor Ort Präsenz zu zeigen, aber den betroffenen 100.000 Menschen hätte dies nichts genützt, sagte der Bürgermeister. Während der ersten Stunden des Stromausfalls verbrachte Wegner Zeit beim Tennis, blieb jedoch stets erreichbar und nutzte die Zeit, um den Kopf freizubekommen.

