Metalle und Elektro: Generation Z zeigt hohe Arbeitsmotivation
Entgegen gängiger Vorurteile gegenüber der Generation Z zeigt eine neue Studie, dass junge Menschen in Norddeutschland, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden, eine bemerkenswerte Arbeitsbereitschaft an den Tag legen. Ganze zwei Drittel dieser Altersgruppe streben eine Vollzeitbeschäftigung an. Die Erhebung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, zeigt zudem, dass ein Viertel der Jugendlichen flexibel zwischen Voll- und Teilzeit wechseln möchte, um unterschiedlichen Lebensphasen gerecht zu werden.
Die Umfrage, die von Nordmetall, der Nordakademie sowie dem Institut für angewandte Arbeitswissenschaft durchgeführt wurde, umfasste mehr als 2.700 Abiturienten und Abiturientinnen sowie 200 Geschäftsführer und Personalverantwortliche in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Ergebnisse wurden inzwischen in einer umfassenden Broschüre veröffentlicht.
Bemerkenswert ist die Bereitschaft der Befragten, Überstunden zu leisten. Rund 80 Prozent der Jugendlichen sind offen dafür, situativ mehr zu arbeiten, und ein Fünftel arbeitet sogar regelmäßig gerne mehr. Gleichzeitig zeigt sich ein starkes Interesse an Führungspositionen, wobei fast die Hälfte eine solche Rolle anstrebt.
Ein Ungleichgewicht offenbart sich jedoch in den Berufswünschen. Die befragten jungen Menschen bevorzugen Berufe in Bereichen wie Projektmanagement, Forschung und Entwicklung oder Marketing über technische Karrieren wie Montage oder Maschinensteuerung. Diese Präferenz ist möglicherweise auf Fehleinschätzungen hinsichtlich der Gehaltsaussichten zurückzuführen, da Berufseinsteiger ihr Gehalt nach einer Ausbildung oder einem Bachelor-Studium um bis zu 1.100 Euro monatlich unterschätzen.
Ein weiteres Anliegen der Arbeitgeber ist der Mangel an Interesse an MINT-Fächern, obwohl dies ein Bereich mit hoher Nachfrage ist. Weniger als zehn Prozent der Jugendlichen zählen Mathematik, Physik oder Informatik zu ihren Lieblingsfächern. Stefan Wiedmann von der Nordakademie und Sascha Stowasser vom ifaa unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen Begeisterung für MINT-Bereiche, um dem Fachkräftemangel in der Zukunft zu begegnen. Der direkte Kontakt zwischen Unternehmen und Schulen wird als wichtiger Ansatz hervorgehoben, um die Attraktivität dieser Berufsfelder zu steigern.

