Meta einigt sich mit Robby Starbuck auf Zusammenarbeit zu politisch neutraler KI
Meta Platforms hat eine Verleumdungsklage des konservativen Aktivisten Robby Starbuck beigelegt und ihn im Gegenzug als Berater verpflichtet. Starbuck soll künftig den Konzern bei der Entwicklung politisch neutraler künstlicher Intelligenz unterstützen. Hintergrund ist ein Streit um den hauseigenen Chatbot, der ihn fälschlicherweise mit dem Sturm auf das US-Kapitol vom 6. Januar 2021 in Verbindung gebracht hatte.
Im April hatte Starbuck vor einem Gericht in Delaware mehr als fünf Millionen Dollar Schadenersatz gefordert. Unter welchen finanziellen Bedingungen die Einigung zustande kam, gaben beide Seiten nicht bekannt. Starbuck selbst wich in einem CNBC-Interview am Freitag Fragen nach einer möglichen Zahlung aus, bestätigte jedoch, mit Meta-Managern und Ingenieuren über Trainingsmethoden für KI-Modelle gesprochen zu haben.
In einer gemeinsamen Erklärung hoben Meta und Starbuck hervor, dass das Unternehmen seit Beginn des Dialogs „wesentliche Fortschritte bei der Verbesserung der Genauigkeit von Meta AI und der Eindämmung ideologischer Verzerrungen“ erzielt habe. Meta betonte zudem, man wolle sicherstellen, dass das hauseigene Modell Llama in der Lage sei, auch kontroverse Themen sachlich und ausbalanciert darzustellen.
Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, nachdem ein Harley-Davidson-Händler im US-Bundesstaat Vermont einen Screenshot auf X veröffentlichte, in dem Meta AI Starbuck nicht nur mit der Kapitolserstürmung, sondern auch mit QAnon in Verbindung brachte. Starbuck dementierte die Vorwürfe umgehend, forderte öffentlich Mark Zuckerberg zum Eingreifen auf und ließ ein anwaltliches Unterlassungsschreiben zustellen.
Starbuck, der bereits mehrfach Großkonzerne zum Rückzug aus Diversity-, Equity- und Inclusion-Programmen gedrängt hat, beschreibt sein Ziel als Aufbau „ethischer KI“, die sich politisch neutral verhält. „Wir wollen keine Zukunft, in der Künstliche Intelligenz das Gewicht auf eine politische Waagschale legt“, sagte er.

