Merz gewinnt an Zustimmung – Kanzlerwerte steigen leicht vor Weihnachten
Kleine Bewegung nach oben im Trendbarometer
In der politischen Stimmungslage in Deutschland gibt es kurz vor Weihnachten keine großen Verschiebungen zwischen den Parteien. Eine Ausnahme bildet jedoch der Bundeskanzler: Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Friedrich Merz hat sich überraschend verbessert.
Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa geben 25 Prozent der Befragten an, mit der bisherigen Arbeit des Kanzlers zufrieden zu sein. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Ein vergleichbarer Anstieg war zuletzt vor rund zwei Monaten zu beobachten.
Tiefstand überwunden – aber auf niedrigem Niveau
Trotz des leichten Aufschwungs bleibt das Gesamtbild verhalten. Nach seinem Amtsantritt lag die Zustimmung im Juni noch bei 43 Prozent. Seitdem ging es nahezu kontinuierlich bergab. Anfang Dezember markierte Merz mit 22 Prozent den bisherigen Tiefpunkt.
Der aktuelle Wert deutet zwar auf eine vorsichtige Stabilisierung hin, von einer echten Trendwende kann jedoch noch keine Rede sein.
Parteienlandschaft bleibt unverändert
Abseits der Kanzlerfrage bringt die letzte Umfrage vor Heiligabend keine Überraschungen. Die Parteipräferenzen verharren exakt auf dem Niveau der Vorwoche:
- AfD: 26 Prozent
- CDU/CSU: 24 Prozent
- SPD: 13 Prozent
- Bündnis 90/Die Grünen: 13 Prozent
- Die Linke: 11 Prozent
- Sonstige Parteien: 7 Prozent
- FDP: 3 Prozent
- BSW: 3 Prozent
Damit bleibt die AfD weiter knapp vor der Kanzlerpartei CDU/CSU.
Vertrauensproblem bleibt zentral
Besonders alarmierend für die gesamte politische Landschaft ist ein anderer Befund der Umfrage: 54 Prozent der Befragten trauen aktuell keiner Partei zu, die bestehenden Probleme des Landes wirksam zu lösen. Das ist der höchste Wert seit November 2024.
In der Frage der politischen Kompetenz liegt die CDU/CSU unverändert bei 16 Prozent. Die SPD verbessert sich leicht auf sechs Prozent. Grüne und Linke verlieren jeweils einen Punkt und kommen auf fünf Prozent. Zwölf Prozent sprechen der AfD politische Kompetenz zu, zwei Prozent entfallen auf sonstige Parteien.
Fazit
Der leichte Anstieg der Zufriedenheit mit Bundeskanzler Merz ist ein seltenes positives Signal in einer insgesamt angespannten politischen Lage. Er ändert jedoch nichts an der grundsätzlichen Skepsis vieler Bürger gegenüber Politik und Parteien. Ob aus dem kleinen Stimmungsplus ein nachhaltiger Aufwärtstrend wird, dürfte sich erst im neuen Jahr zeigen.


