Merck & Co: Wachstum, Umbruch und strategische Neuausrichtung
Der renommierte US-Pharmakonzern Merck & Co plant für das Jahr 2026 ein moderates Umsatzwachstum. Nachdem das Unternehmen 2025 einen Umsatz von rund 65 Milliarden US-Dollar erzielte, zielt es für 2026 auf 65,5 bis 67 Milliarden US-Dollar ab, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Die Aktie verzeichnete im frühen Handel einen Anstieg von 2,5 Prozent. Zuvor war sie im vorbörslichen Handel unter Druck, da Analysten ein Umsatzvolumen von 67,5 Milliarden US-Dollar prognostiziert hatten.
Haupttreiber für das Wachstum im Jahr 2025 war das Krebsmedikament Keytruda. Weitere Wachstumsimpulse kamen von neuen Produkten wie Winrevair zur Blutdruckkontrolle und der Pneumokokken-Impfung Capvaxive. Dagegen musste Merck Einbußen bei der HPV-Impfung Gardasil hinnehmen, da diese aufgrund von Problemen in China zurückgezogen wurde. Trotz eines Rückgangs des Quartalsgewinns um ein Fünftel konnte Merck im Gesamtjahr seinen Gewinn um sieben Prozent auf fast 18,3 Milliarden Dollar steigern.
Der Konzern befindet sich mitten in einer strategischen Neuausrichtung. 'Die Umgestaltung unseres Portfolios schreitet erfolgreich voran, gestützt durch die Übernahmen von Verona Pharma und Cidara Therapeutics', so Konzernchef Robert Davis. Für 2026 rechnet das Management jedoch mit einem spürbaren Gewinnrückgang, da der Kauf des Biotech-Unternehmens Cidara mit einer Sonderbelastung verbunden ist. Der bereinigte Gewinn pro Aktie wird voraussichtlich auf 5,00 bis 5,15 Dollar sinken, nachdem er 2025 um 17 Prozent auf 8,98 Dollar gestiegen war.
Der im November für über neun Milliarden Dollar angekündigte Erwerb von Cidara sichert Merck den Zugang zu einer vielversprechenden, aber noch nicht zugelassenen Grippe-Prophylaxe, von der sich der Konzern einen erheblichen Markterfolg erhofft.

