Merck-Aktien trotzen dem Markt und stabilisieren sich
Im jüngst schwächelnden Umfeld des Dax konnten die Aktien von Merck KGaA am Freitag ein erfreuliches Kursplus von einem Prozent verzeichnen. Nachdem die Papiere nach einem turbulenten Vortag unter die gleitenden Durchschnitte der letzten 50 und 100 Tage gerutscht waren, stabilisierten sie sich zum Ende der Handelswoche oberhalb dieser wichtigen Marken.
Der jüngste Rückschlag wurde durch ein US-Gerichtsurteil ausgelöst, das ein Patent für bestimmte Dosierungen des Multiple-Sklerose-Medikaments Mavenclad für ungültig erklärte. Allerdings stuft JPMorgan-Analyst Richard Vosser die negativen Auswirkungen dieser Entscheidung als minimal ein. Sein Prognosewert von 155 Euro liegt weiterhin über dem aktuellen Stand im Xetra-Handel.
Goldman-Sachs-Analyst James Quigley äußerte sich ähnlich, wenn auch mit einer vorsichtigeren Schätzung von 148 Euro im Hinblick auf den anstehenden Quartalsbericht am 13. November. Überraschungen sind laut seiner Einschätzung nicht zu erwarten. Dennoch betont er die seiner Meinung nach unzureichende Bewertung der Merck-Aktien im Vergleich zur Konkurrenz im Life-Science-Sektor.
Quigley hebt hervor, dass die Aktien in der Vergangenheit unterdurchschnittlich abgeschnitten haben, sogar angesichts der Unsicherheiten um die Springsworks-Übernahme und der zyklischen Schwankungen im Elektronikbereich. Trotzdem sieht er das Potenzial, die Bewertungsdifferenz in den kommenden Quartalen zu schließen.

