Merck-Aktie gerät trotz mittelfristiger Ambitionen unter Druck
Der Spezialchemie- und Pharmakonzern Merck erlebte am Donnerstag ein Wechselbad der Gefühle an den Märkten. Während die Aktie zu Beginn des Handels noch als Favorit im Dax mit einem Plus von über zwei Prozent glänzte, drehte die Stimmung bald ins Negative. Insbesondere die ersten Prognosen für das Jahr 2026 hatten großen Einfluss auf den Kursverlauf und führten letztlich zu einem Rückgang um 2,5 Prozent auf 113,60 Euro.
Analysten reagierten auf Mercks jüngste Mitteilungen mit gemischten Gefühlen. Richard Vosser von JPMorgan hob hervor, dass die neu gegebenen Indikationen für 2026 ein schwächeres operatives Ergebnis erwarten ließen. Merck prognostiziert einen konstanten Umsatzzuwachs im geringen bis mittleren einstelligen Bereich und eine stabile Ebitda-Marge, was laut Vosser unter den Markterwartungen liegt.
Trotz mittelfristiger Ziele und des strategischen Erwerbs des Chromatographie-Geschäfts von JSR Life Sciences aus den USA bleibt die Stimmung gedämpft. Ein Händler merkte an, dass die Aktie seit Jahresbeginn um fast 20 Prozent gefallen ist und hatte gehofft, dass die Ambitionen auf Wachstum die Kurse stützen könnten.
Die Einschätzungen zeigen, dass Merck trotz stabiler Prognosen Druck ausgesetzt ist. Künftiges Wachstum soll durch den allmählichen Konzernumbau gestützt werden. Der Fokus bleibt auf einem jährlichen organischen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, gepaart mit einer steigenden operativen Marge.

