Mercedes-Benz erzielt Durchbruch bei Diesel-Streit in den USA
Der deutsche Automobilgigant Mercedes-Benz hat beschlossen, den langanhaltenden Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten über angebliche Abgasverstöße mit einer Zahlung von über 102 Millionen Euro zu beenden. Laut einem Stuttgarter Firmensprecher einigte sich das Unternehmen auf Vergleiche mit mehreren US-Bundesstaaten, die nun der Zustimmung durch die relevanten Gerichte harren. Die Vorwürfe betrafen zu hohe Abgasemissionen bei rund 250.000 Dieselfahrzeugen.
Bereits in der Vergangenheit hatte Mercedes-Benz Rückstellungen für diesen Rechtsfall gebildet, und die aktuellen Vergleiche führen nun zu einem entscheidenden Fortschritt hin zu mehr Rechtssicherheit. Die Entschädigungen ermöglichen es dem Konzern, sich von kostspieligen und langwierigen Gerichtsverfahren fernzuhalten. Die Zusammenarbeit mit den Generalstaatsanwaltschaften der Bundesstaaten verlief vollumfänglich und kooperativ.
Daimler, die Muttergesellschaft von Mercedes-Benz, hatte seit 2016 mit rechtlichen Herausforderungen zu kämpfen, da man dem Konzern manipulierte Abgastests unterstellte – ein Vorwurf, den Mercedes-Benz stets bestritt. Anders als Volkswagen, das 2015 Abgas-Manipulationen einräumte, blieb Mercedes-Benz bei allen Vergleichen ohne Schuldeingeständnis und konnte den Rückkauf von Fahrzeugen vermeiden. Per Software-Update wurden die betreffenden Fahrzeuge, ähnlich wie in Europa, nachgebessert.
Aktuell hat Mercedes-Benz bereits über 85 Prozent der betroffenen Autos mit aktualisierten Softwarelösungen versehen und plant, durch ein neues Anreizprogramm die Verbreitung dieser Updates weiter zu fördern. Insgesamt summieren sich die Kosten für die Beilegung des Diesel-Skandals auf mehr als zwei Milliarden Euro. Im Jahr 2024 hatte das US-Justizministerium seine strafrechtlichen Ermittlungen gegen Mercedes-Benz ohne Anklageerhebung eingestellt, was den finalen Abschluss des Kapitels unterstreicht.

