Meilenstein bei Broadcom und Höhenflug des Nasdaq 100 markieren den Tech-Sektor
Die beeindruckende Rallye des Halbleiter-Riesen Broadcom hat einen neuen Meilenstein erreicht, indem das Unternehmen als eines der wenigen weltweit die magische Grenze von einer Billion Dollar Marktkapitalisierung überschritten hat. Diese Entwicklung setzte im Technologiesektor deutliche Akzente und verhalf dem Nasdaq 100 zu einem Tagesgewinn von 0,76 Prozent auf 21.780,25 Punkte. Der Index profitierte in dieser Woche spürbar von der Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen und erzielte ein Wochenplus von 0,7 Prozent, nachdem er bereits in der Vorwoche um 3,3 Prozent zugelegt hatte.
Während der Dow Jones Industrial einen leichten Rückgang von 0,20 Prozent auf 43.828,06 Punkte verzeichnete und auf Wochensicht ein Minus von 1,8 Prozent hinnehmen musste, konnte der marktbreite S&P 500 den Tag unverändert bei 6.051,09 Punkten beenden. Broadcom trug mit einem fulminanten Kursgewinn von fast 25 Prozent und dank überzeugender Geschäftszahlen zur guten Laune der Anleger bei. Der Chipkonzern profitierte stark vom KI-Boom, und die Prognosen für das laufende Quartal versprechen weiteres Wachstum. Seit Jahresbeginn konnten sich die Aktien mehr als verdoppeln, allein am Freitag erhöhte sich die Marktkapitalisierung um bemerkenswerte 206 Milliarden Dollar.
Weitere Tech-Werte wie Marvell Technology schlossen sich diesem Höhenflug an, erreichten ein Rekordhoch und steigerten sich zum Börsenschluss um 10,8 Prozent. Die Nvidia-Aktien hingegen konnten trotz des Erfolgs von Broadcom nicht profitieren und verloren 2,3 Prozent. Dennoch bleibt Nvidia mit einem beeindruckenden Jahresplus von 171 Prozent der unangefochtene Spitzenreiter im Nasdaq 100.
Abseits der Tech-Branche sorgte auch der Möbelhändler Restoration Hardware (RH) für Schlagzeilen. Dank starker Zahlen für das dritte Geschäftsquartal und einer optimistischen Jahresprognose schossen deren Aktien um 17 Prozent in die Höhe. Diese Dynamik wurde durch beschleunigtes Nachfragewachstum weiter befeuert.
Der Euro zeigte sich gegenüber dem US-Dollar etwas stärker und wurde nach Börsenschluss in den USA zu 1,0497 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0518 US-Dollar festgesetzt. Am Anleihemarkt fielen die Terminkontrakte für zehnjährige US-Papiere um 0,47 Prozent, was zu einem Anstieg der Rendite auf 4,4 Prozent führte.

