Mehr gefälschte Geldscheine im Umlauf: Bundesbank schlägt Alarm
Die Bundesbank vermeldet eine Zunahme bei der Entdeckung gefälschter Geldscheine in Deutschland. Im ersten Halbjahr wurden 36.610 Fälschungen registriert, was im Vergleich zur zweiten Hälfte des Vorjahres einen Anstieg von 8 Prozent bedeutet. Trotz dieses Anstiegs blieb der finanzielle Schaden mit einem Zuwachs von lediglich 1,6 Prozent auf 2,13 Millionen Euro vergleichsweise stabil, da die Fälscher zunehmend kleinere Banknoten ins Visier nehmen.
Besonders häufig betroffen sind die am weitesten verbreiteten Scheine – allen voran der 50-Euro-Schein, der mit einem Anteil von 51 Prozent am häufigsten gefälscht wurde. Dicht gefolgt von den 20-Euro-Scheinen mit 21 Prozent und den 100-Euro-Scheinen mit 17 Prozent. Der 500-Euro-Schein hingegen spielt kaum noch eine Rolle, mit nur 287 entdeckten Fälschungen, was weniger als 1 Prozent der Gesamtzahl ausmacht.
Trotz dieser Entwicklungen beruhigt Burkhard Balz, im Vorstand der Bundesbank für Bargeld zuständig, die Bürger. Die Wahrscheinlichkeit, im Alltag mit Falschgeld in Berührung zu kommen, sei nach wie vor gering. Auf 10.000 Einwohner entfallen rein rechnerisch nur neun falsche Banknoten. Im Vergleich dazu liegt der europäische Durchschnitt bei 13 Scheinen pro 10.000 Einwohner.

