Matt Hougan: Bitcoin befindet sich noch in seiner "Teenager-Phase"

Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise Asset Management, verteidigte Bitcoin (BTC) in den sozialen Medien gegen zunehmende Kritik. Er argumentierte, dass Skeptiker, die Bitcoin als gescheitertes Wertaufbewahrungsmittel betrachten, die volatile "Teenager-Phase" ignorieren, die für die Reifung eines neuen monetären Vermögenswerts notwendig ist.
Volatilität von Bitcoin trifft auf institutionelle Ungeduld
Die Debatte wurde neu entfacht, nachdem ein Bericht von Bloomberg die aktuelle Marktsituation als "existenzielle" Krise für Bitcoin darstellte und die Frage aufwarf, welchen Zweck die Kryptowährung erfüllt, wenn sie weder als Absicherung noch als Zahlungsmittel oder spekulatives Vehikel funktioniert.
Der ehemalige Merrill Lynch-Händler Tom Essaye, der in dem Bloomberg-Artikel zitiert wurde, erklärte, dass "Bitcoin nicht Gold ersetzt, es ist kein digitales Gold" und stellte seine Nützlichkeit als Inflations- oder Krisenabsicherung in Frage.
Hougan widersprach diesen Ansichten und lehnte die Vorstellung ab, dass Bitcoin von Anfang an ein vollständig ausgereifter, goldähnlicher Vermögenswert sein muss. Er beschrieb Bitcoin im Jahr 2009 als "100% Spekulation" und prognostizierte, dass es im Jahr 2050 "0% Spekulation" sein und von Zentralbanken gehalten werden könnte.
"You cannot travel from 100% speculation to 0% speculation without ticking every gradient in between," Hougan posted. "The reason it doesn’t fit any individual box right now is it’s in the uncomfortable middle. But that’s a necessary part of the journey."
Seine Verteidigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kursentwicklung der führenden Kryptowährung die Geduld der Investoren auf die Probe stellt. Kürzlich verlor der Vermögenswert mehrere tausend Dollar an Wert, nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump die Einführung eines temporären globalen Zolls von 10% angekündigt hatte.
Unterdessen erreichten Google-Suchen nach "Bitcoin ist tot" ein Niveau, das seit dem Zusammenbruch von FTX Ende 2022 nicht mehr gesehen wurde, ein Indikator, den einige Händler als konträren Hinweis darauf sehen, dass ein Boden erreicht sein könnte.
Historische Parallelen zu Preisschwankungen
Hougans Argument basiert auf einer historischen Parallele, die er erstmals in einem Forbes-Artikel von 2018 darlegte. Damals verwies er auf die Entwicklung von Gold, nachdem die USA 1971 den Goldstandard aufgegeben hatten.
Nach Nixons Entscheidung erlebte Gold massive Volatilität, als es sich als unabhängiges Wertaufbewahrungsmittel etablierte. 1974 stieg das Edelmetall um 73%, nur um 1975 um 24% zu fallen. 1981 verlor es 33% seines Wertes, nachdem es zwei Jahre zuvor um 121% gestiegen war.
"If you had asked someone in 1975 if gold was a store of value, they’d have pointed to that 24% drop," Hougan implied in his prior analysis. Er argumentierte, dass Bitcoin einem ähnlichen Verlauf folgt: ein rasch steigender Preis, der sich im Laufe der Zeit verlangsamt, begleitet von hoher, aber abnehmender Volatilität.
“Either you believe it’s literally impossible to create a digital store of value, or you have to imagine it passing through exactly this teenage state,” insisted the Bitwise CIO.
Sein Rahmenwerk legt nahe, dass der aktuelle Rückgang, bei dem BTC etwa 50% von seinem Höchststand im Oktober 2025 nahe $126.000 verloren hat, eher das Muster einer reifenden Anlageklasse als eines scheiternden Vermögenswerts darstellt.

