Markus Söder warnt vor fundamentalen Herausforderungen: 'Es ist Zeit, uns zu wehren'

Auf dem CSU-Parteitag in München zeichnete Parteichef Markus Söder ein besorgniserregendes Bild der aktuellen Lage Deutschlands. Laut Söder befindet sich das Land an einem Scheideweg und sieht sich einem massiven Druck auf bisher unerschütterliche Säulen wie Wohlstand, Sozialsystem und Demokratie gegenüber. Er betonte die Dringlichkeit, diesen Angriffen entschlossen entgegenzutreten und forderte ein Überdenken des Schutzes des Landes gegen Bedrohungen von innen und außen.
Söder warnte eindringlich vor sozialen Abstiegsszenarien und Altersarmut und machte deutlich, dass die CSU nicht gewillt sei, das politische Feld extremistischen Kräften zu überlassen. Mit kritischen Worten zur derzeitigen wirtschaftlichen Situation skizzierte er die Herausforderungen, die sich vor allem im internationalen Handelsgefüge auftun.
Die Konkurrenz durch die USA mit ihren Zöllen sowie Chinas strategische Ausrichtung im Rohstoffsektor stellt das deutsche Exportmodell vor neue Probleme. Insbesondere Chinas zunehmende Exporte in Richtung Deutschland waren ein Thema seiner Rede. Im Kontext des Ukraine-Konflikts sprach sich Söder entschieden gegen einen Frieden zulasten der Ukraine aus.
Er bezog sich auf historische Fehler, die es zu vermeiden gelte, und lobte den Einsatz von Kanzler und CDU-Vorsitzendem Friedrich Merz für das geopolitische Gewicht Europas. Auf dem Parteitag, der noch im Abendverlauf fortgesetzt werden soll, strebt Söder seine Wiederwahl als Parteichef an. Nicht nur seine Rolle, sondern auch die der weiteren Vorstandsmitglieder steht zur regulären Wahl.

