Markus Söder vollzieht Kehrtwende bei der Kernkraft: Wirtschaftlichkeit siegt über Ideologie
In einer überraschenden Wende hat der CSU-Vorsitzende Markus Söder sein langjähriges Vorhaben, die Kernkraft in Deutschland wiederzubeleben, ad acta gelegt. Nach intensiven Koalitionsverhandlungen zog Söder die ernüchternde Bilanz, dass die Kernenergie in Deutschland nicht mehr durchsetzbar sei.
In München gestand er ein: „Die Kernenergie war nicht mehr möglich zu machen.“ Trotz der CSU-Forderung nach einer Renaissance der Atomkraft konnte keine politische Mehrheit für dieses Unterfangen gewonnen werden. Söder räumte ein, dass die Umsetzung letztlich an der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit und am unerbittlichen Zeitablauf gescheitert sei.
Markus Söder hatte in der Vergangenheit wiederholt den geschäftsführenden Wirtschafts- und Energieminister Robert Habeck von den Grünen kritisiert, der sich auch während der Energiekrise gegen eine Reaktivierung der Kernkraft ausgesprochen hatte. Söders Bemühungen um eine Rückkehr zur Atomenergie waren lange ein zentrales Thema seiner politischen Agenda, das nun jedoch vor der wirtschaftlichen Vernunft kapitulieren musste.

