Marktinteresse an FactSet: Aktie fällt nach enttäuschendem Quartalsbericht
Die Aktien des Finanzdatenanbieters FactSet erlebten im morgendlichen Handel einen deutlichen Rückgang von 3,4%, nachdem das Unternehmen die Zahlen zum vierten Quartal veröffentlichte, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Zudem sorgte die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 für wenig Begeisterung bei den Investoren.
Im vierten Quartal wies FactSet einen bereinigten Gewinn von 4,05 US-Dollar je Aktie aus, was hinter der Konsensschätzung von 4,15 US-Dollar lag. Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2026 wurden ebenfalls mit Skepsis aufgenommen. Das Unternehmen prognostiziert einen bereinigten Gewinn von 16,90 bis 17,60 US-Dollar je Aktie, was unter der Wall Street-Erwartung von 18,30 US-Dollar liegt. Die Analysten reagierten entsprechend verhalten.
BMO Capital hob die gesunkenen Gewinnmargen hervor, die auf höhere Technologiekosten und gestiegene Bonuszahlungen zurückzuführen seien, und senkte folglich das Kursziel für die Aktie. Barclays reduzierte sein Kursziel drastisch, von 390 US-Dollar auf 300 US-Dollar, und behielt die Einschätzung "Underweight" bei.
Obwohl der Aktienmarkt oft über reagiert und große Kursrückgänge gute Kaufgelegenheiten für hochwertige Aktien bieten können, ist die entscheidende Frage, ob dies ein günstiger Zeitpunkt für einen Einstieg in FactSet-Aktien ist.
Historisch gesehen zeigt FactSet eine recht geringe Volatilität und verzeichnete im vergangenen Jahr nur zwei Kursbewegungen von über 5 %. Diese jüngste Entwicklung deutet darauf hin, dass der Markt den Nachrichten eine bedeutende Rolle zuspricht, obwohl dies möglicherweise die grundlegende Wahrnehmung des Unternehmens nicht verändert.
FactSets Aktienkurs ist seit Jahresbeginn um 38,8% gefallen und notiert aktuell bei 291,84 US-Dollar, was 41,1% unter dem 52-Wochen-Hoch von 495,72 US-Dollar im November 2024 liegt. Wer vor fünf Jahren 1.000 US-Dollar in FactSet investiert hätte, sähe sich heute mit einem Wert von 866,41 US-Dollar konfrontiert.

