Marktbericht: Dax weiter unter Druck – Anleger blicken auf US-Inflationsdaten

Die 25.000-Punkte-Marke bleibt für den Dax vorerst außer Reichweite, nachdem der Leitindex am Freitag erneut an einem Anstieg über die psychologisch wichtige Schwelle scheiterte. Der Handelstag begann mit einer unsicheren Stimmung, die die Anleger beschäftigte und den Dax bis zur Mittagszeit bei 24.834 Punkten um 0,1 Prozent ins Minus drückte. Trotz der Turbulenzen steuert der Index noch auf ein Wochenplus von 0,5 Prozent zu. Auch der MDax zeigte mit einem leichten Abschlag ähnliches Verhalten, während der EuroStoxx 50 um 0,2 Prozent nachgab.
Ein nachhaltiger Anstieg des Dax über die 25.000-Punkte-Marke könnte den Weg für einen weiteren Anstieg zur Bestmarke von 25.508 Punkten freimachen, so die Einschätzung der Helaba. Doch bislang scheitert der Index kontinuierlich daran. Insbesondere der US-Handelsstart hat am Vortag dazu geführt, dass frühere Gewinne wieder abgegeben wurden – verstärkt durch die anhaltenden KI-Sorgen an den globalen Märkten.
Die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise am Nachmittag wird entscheidend für die Tendenzen an den Märkten sein. Die Zahlen könnten den Handlungsspielraum der Fed für Zinssenkungen weiter beeinflussen. Es wird erwartet, dass sich ein Ende der unerwünschten Hochinflation abzeichnet, was nach den letzten Wirtschaftsdaten für mehr Unruhe unter den Anlegern gesorgt hatte.
Unternehmensseitig ruhte der Fokus am Freitag auf Jenoptik. Nachdem das Unternehmen vielversprechende Kurszuwächse erzielt hatte, führte ein enttäuschender Auftragseingang zu einem Kursverlust von 1,5 Prozent. Bei Delivery Hero sorgten enttäuschende Zahlen der Tochter Talabat für einen Kursrutsch unter die wichtige 20-Euro-Marke, der von einem negativen Ausblick begleitet wurde. Analysten betrachten den Ausblick sogar als 'Gewinnwarnung'.
RWE-Aktien erfuhren einen leichten Rückgang um ein Prozent, nachdem sie von Bernstein Research auf 'neutral' abgestuft wurden, mit der Begründung, dass das Wachstumspotenzial nun weitgehend eingeflossen ist. Dagegen profitierten PVA Tepla von einem positiven Analystenkommentar und legten im Tradegate-Handel um zwei Prozent zu.

