Mario Draghi: Ein Visionär für Europas Zukunft
Mario Draghi, der diesjährige Träger des renommierten Karlspreises, wird von Armin Laschet, dem Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums, als herausragender Europäer gewürdigt. Mit seinem entschlossenen Eingreifen im Jahr 2012 habe Draghi, laut Laschet, nahezu im Alleingang den Euro gerettet, als er als Präsident der Europäischen Zentralbank die legendäre Formel "whatever it takes" verkündete. Dieses Versprechen, alles Notwendige zu tun, um die gemeinsame Währung zu schützen, besitzt nach wie vor eine wegweisende Bedeutung.
Aktuell ist Draghi jedoch nicht nur für seine beeindruckenden Leistungen in der Vergangenheit bedeutsam, sondern gerade mit dem sogenannten Draghi-Report hat er Europas Wettbewerbsfähigkeit wieder auf die politische Agenda gebracht. Laschet betont, dass "whatever it takes" als Leitmotto der EU-Kommission dienen sollte, um die im Bericht enthaltenen Handlungsempfehlungen umzusetzen und das europäische Klein-Klein zu überwinden.
Mit Blick auf das transatlantische Verhältnis widerspricht Laschet der Darstellung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, die EU sei gegründet worden, um den USA zu schaden. Er hebt die Bedeutung des Marshallplans hervor und betont, dass die europäische Einigung ohne amerikanische Unterstützung kaum denkbar gewesen wäre. Europa müsse wirtschaftlich so stark bleiben, dass es sich keine Bedingungen diktieren lassen müsse, was insbesondere gegenüber der Haltung Trumps an Bedeutung gewinnt.

