MAN und Arbeitnehmer einigen sich auf langfristige Sicherung der Arbeitsplätze
Der traditionsreiche Nutzfahrzeughersteller MAN hat nach intensiven Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung eine Einigung zur Sicherung von Arbeitsplätzen erreicht. Das zur Volkswagen-Gruppe gehörende Unternehmen plant, bis Ende 2030 fast eine Milliarde Euro in seine deutschen Standorte zu investieren, während gleichzeitig bis Ende 2035 eine Arbeitsplatzgarantie eingeführt wird, die möglicherweise bis 2040 verlängert werden kann. Betriebsbedingte Kündigungen sind vom Tisch.
Dieser Schritt erfolgt, nachdem MAN im November angekündigt hatte, innerhalb der nächsten zehn Jahre 2.300 Stellen in Deutschland abzubauen. Betroffen sind vor allem die Standorte München, Salzgitter und Nürnberg. Ursprünglich stand das Vorhaben im Kreuzfeuer der Kritik, insbesondere von der IG Metall, die das Risiko erhöhter Arbeitsplatzverluste sah. Nun sprechen beide Seiten eine einheitliche Sprache bezüglich der Zahlen.
Sibylle Wankel von der IG Metall betonte die Herausforderungen der Verhandlungen, lobte jedoch die gefundene Lösung als tragfähigen Kompromiss. Während alle tariflichen Leistungen erhalten bleiben, deutet MAN-Chef Alexander Vlaskamp auf die Stabilität des Programms hin, welches die wirtschaftliche Position des Unternehmens stärke. Die Kostenreduktion im Umfang von 900 Millionen Euro bis 2028 ist Teil der Strategie, umfasst jedoch auch kritische Aspekte wie wesentliche Investitionen in Osteuropa – ein Punkt von Besorgnis für die IG Metall hinsichtlich potenzieller Standortverlagerungen.

