Luftverkehrssteuer in der Diskussion: Ein gespaltenes Stimmungsbild
Die Pläne der schwarz-roten Koalition zur Senkung der Luftverkehrssteuer stoßen in Deutschland auf ein geteiltes Echo. Eine aktuelle Umfrage von YouGov zeigt, dass jeweils 43 Prozent der Befragten die Maßnahme unterstützen beziehungsweise ablehnen. Von den knapp 2.400 Befragten gaben 19 Prozent an, den Vorstoß "voll und ganz" zu befürworten, während 24 Prozent ihn "eher" unterstützen. Auf der anderen Seite lehnen 23 Prozent das Vorhaben "eher" ab, weitere 20 Prozent sind "voll und ganz" dagegen.
Die Koalition plant, die Ticketsteuer für Flugreisen bis zum 1. Juli 2026 zu senken, wobei diese Maßnahme die Steuerzahler rund 350 Millionen Euro kosten wird. Man hofft, dadurch mehr Flugverbindungen und möglicherweise günstigere Ticketpreise zu erzielen. Kritiker hingegen bemängeln, dass dies den umweltschädlichen Flugverkehr fördern könne und ein ungünstiges Zeichen während der laufenden Weltklimakonferenz in Brasilien setze.
Über die Klimapolitik der Bundesregierung äußern sich die Befragten ebenfalls unterschiedlich. 42 Prozent sind der Meinung, dass die Regierung nicht genug für den Klimaschutz tut, während 22 Prozent die aktuellen Maßnahmen als angemessen empfinden. 23 Prozent wiederum sind der Auffassung, die Regierung übertreibe es mit ihren Klimaschutzbemühungen. 13 Prozent der Teilnehmer gaben keine Einschätzung ab.
Die Umfrage, durchgeführt zwischen dem 14. und 18. November, umfasst 2.387 Personen. Die statistische Fehlertoleranz beträgt bei einem Anteilswert von 50 Prozent plus/minus 2,01 Prozentpunkte, bei einem Anteilswert von 5 Prozent sind es 0,87 Punkte.

