Lufthansa im Streikmodus: Piloten und Kabinenpersonal legen Arbeit nieder

In einer schwelenden Tarifkonfliktfront bei der Lufthansa haben Piloten und Flugbegleiter ihre Drohung wahrgemacht und die Arbeit heute niedergelegt. In einer nächtlichen Aktion begann der Streik des Kabinenpersonals um Punkt 00:01 Uhr, wie Ufo, die zuständige Gewerkschaft, bestätigte. Bis Mitternacht müssen hunderte Maschinen der größten deutschen Fluggesellschaft am Boden bleiben, da umfassende Flugstreichungen angekündigt wurden. Dennoch bleibt die genaue Anzahl der gestrichenen Verbindungen vorerst im Dunkeln.
Auf den Anzeigetafeln von Flughäfen in Frankfurt und Berlin sind nur vereinzelt Lufthansa-Flüge zu sehen, die abheben sollen. Reisende werden hierbei eindringlich gebeten, sich vorab digital zu informieren und nicht unbedacht zum Flughafen aufzubrechen.
Insgesamt rund 4.800 Piloten der Lufthansa und ihrer Frachttochter Lufthansa Cargo fordern verbesserte Betriebsrenten. Zudem setzen die Flugbegleiter mit ihrem Warnstreik ein Zeichen, um Tarifverhandlungen zu Themen, die von großer Bedeutung sind, in Gang zu bringen. Besonderen Druck erfährt auch das Personal der Lufthansa CityLine, die von einer möglichen Schließung bedroht ist. Hierdurch versucht die Gewerkschaft, ihre Forderungen durchzusetzen, obwohl der Vorstand bisher auf stur schaltet. Innerhalb der weiteren Konzernstruktur soll der Streik jedoch keine Nachahmer finden.

