Lufthansa im Ausnahmezustand: Streik legt Flugbetrieb lahm

Die derzeitigen Arbeitsniederlegungen der Piloten und Flugbegleiter der Lufthansa bedeuten einen erheblichen Einschnitt für die Airline sowie für viele Passagiere. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Ufo hat den Beginn der Streiks offiziell bestätigt, welche zur Folge haben, dass hunderte Flugzeuge der größten deutschen Fluggesellschaft nicht abheben können. Details zu den konkreten Flugstreichungen wurden von Lufthansa noch nicht bekannt gegeben, dennoch sind umfassende Annullierungen angekündigt. An wichtigen Knotenpunkten wie den Flughäfen in Frankfurt und Berlin findet man lediglich vereinzelte Verbindungen der Lufthansa, die durchgeführt werden sollen. Passagiere werden vor allem digital über Änderungen informiert und sollten nicht ohne vorherige Planung zum Flughafen reisen. Die Fluggesellschaft plant, eine große Zahl von Umbuchungen elektronisch zu ermöglichen, bevor ab Freitag wieder ein regulärer Flugplan erwartet wird.
Die Streiks der rund 4.800 Piloten zielen auf höhere Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten ab, wobei eine vorherige Urabstimmung bereits eine deutliche Unterstützung für die Maßnahmen zeigte. Die Kabinengewerkschaft Ufo hingegen hat ohne Urabstimmung einem Warnstreik zugestimmt, um Verhandlungen über tarifliche Regelungen bei Lufthansa und Cityline zu erzwingen. Hierbei sind durch die Konzernstrategie etwa 800 Stellen gefährdet.
Der Vorstand der Lufthansa sieht in den Arbeitskampfmaßnahmen eine unnötige Zuspitzung der Lage. Personalvorstand Michael Niggemann warnte in Berlin vor den erheblichen Kosten, die aus den Forderungen der Gewerkschaften resultieren könnten. Die Airline, die im Jahr 2024 Verluste verzeichnete, ist gerade mitten in einem Sanierungsprozess namens "Turnaround", dessen Fortschritte am 6. März im Rahmen neuer Zahlen im MDax präsentiert werden sollen.

