Luftfahrt im Aufwind: Vorläufige Entspannung bei Lufthansa-Verhandlungen
An Bord der Lufthansa kehrt zunächst Ruhe ein, denn die drohende Streikgefahr der Piloten ist für einige Tage abgewendet. Nach "konstruktiven" Dialogen, so erklärt die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), sind für die kommende Woche Sondierungstreffen ins Auge gefasst worden. Zwar hat die Lufthansa noch kein neues Angebot auf den Tisch gelegt, aber erste Diskussionspunkte genannt, die jetzt eingehend geprüft werden sollen. Vor dem Abschluss dieser Sondierungsphase sind seitens der VC keine Streikmaßnahmen zu erwarten.
Auch seitens der Lufthansa wird der kooperative Dialog bekräftigt. Das Unternehmen betont seine fortwährende Bemühung, eine einvernehmliche Lösung ohne Arbeitsniederlegungen zu finden und ist zuversichtlich, dass dies erreichbar ist. Beide Parteien halten sich jedoch mit spezifischen Details der Gespräche bedeckt.
Die Piloten befinden sich nach einer bestätigenden Urabstimmung seit der vergangenen Woche in Streikbereitschaft. Der Kern der Auseinandersetzung liegt in der Forderung nach höheren Arbeitgeberbeiträgen zu den Betriebsrenten für rund 4.800 Pilotinnen und Piloten, sowohl der Lufthansa Kerngesellschaft als auch von Lufthansa Cargo. Bereits sieben Verhandlungsrunden brachten bisher kein Ergebnis. Ein eintägiger Streik der Piloten liegt zuletzt im Jahr 2022 zurück.

