Lost Records: Bloom & Rage (PC) – Game Review

22. Februar 2025, 13:15 Uhr · Quelle: DailyGame.AT
Lost Records: Bloom & Rage ist der neueste Ableger des Entwicklers DON’T NOD, der vor allem mit dem ersten Life is Strange-Teil seinen Durchbruch feierte. Lost Records: Bloom & Rage erscheint in zwei Etappen. Record 1 „Bloom“ ist nun verfügbar, und Record 2 „Rage“ erscheint am 15. April.

Die Story folgt vier Teenagerinnen, die sich im Sommer 1995 in einem kleinen Örtchen kennenlernen und anfreunden. In dieser doch recht bunten Truppe übernehmen wir die Steuerung von Swann, einem jungen und eher introvertierten Mädchen, das sich für Filme und Natur begeistert. Swanns Vater hat einen neuen Job in Kanada angenommen, weshalb sie wegziehen wird. Dennoch hält sie das nicht davon ab, die neugewonnene Freundschaft auszukosten. Bis einige Dinge passieren, die die Gruppe dazu bringen, sich ein Versprechen zu geben: das Versprechen, einander nie wieder zu sehen.

27 Jahre lang halten sie das Versprechen ein, doch als eine der Mütter der nun erwachsenen Frauen eine Kiste bekommt, auf der das Jahr 1995 steht sowie der Name der von ihnen gegründeten Band, bewegt das die Frauen dazu, in den kleinen Ort zurückzukehren und den dunklen Geheimnissen des vergessenen Sommers nachzugehen.

Lost Records: Bloom & Rage (c) DON'T NOD

Lost Records: Bloom & Rage (c) DON’T NOD

Zwischen Gegenwart und Vergangenheit

Die Story wird in mehreren Abschnitten präsentiert, in denen sich die Frauen an den Sommer ’95 zurückerinnern, den wir spielen können. Dabei werfen sie immer wieder Kommentare zu den Ereignissen ein. Wir wechseln regelmäßig zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Dabei sehen wir, was aus den Mädchen von damals geworden ist, wie ihr Leben derzeit aussieht und dass sie alle versucht haben, zu verdrängen, was damals passiert ist.

Das Gameplay ist, wie von DON’T NOD zu erwarten, sehr storyorientiert. Entscheidungen, die wir treffen, nehmen Einfluss auf zukünftige Ereignisse und die Entwicklung der Bindungen zwischen den Charakteren. Wie viele Enden es am Ende geben wird, werden wir wohl aber erst sehen, wenn Tape 2 „Rage“ im April erscheint.

Lost Records: Bloom & Rage (c) DON'T NOD

Lost Records: Bloom & Rage (c) DON’T NOD

Halte alles auf Kamera fest

Swann war als junges Mädchen sehr an Filmen interessiert, weshalb sie immer mit ihrem Camcorder durch die Gegend zieht und alles aufnimmt, was ihr interessant vorkommt. Den Camcorder können wir in den Erinnerungssequenzen jederzeit zücken und diverse Dinge filmen, die sich am Ende zu einem kleinen, kommentierten Video zusammensetzen lassen. Zum Beispiel über Swanns Katze, bestimmte Orte wie das Geheimversteck der Mädchen, aber auch die Kids selbst kann Swann jederzeit filmen, um so ihre Memoiren zu erstellen.

Die Grafik ist auch unglaublich toll, muss man dazu sagen. Vor allem versetzt mich das Look & Feel des Spiels total in meine Kindheit zurück. Ich finde auch die vier Mädchen an sich ziemlich sympathisch; sie erinnern mich ein wenig an die Kindertruppen aus Stranger Things oder Stephen Kings Es. Allgemein fühlt es sich so an, als würde sich Lost Records: Bloom & Rage an diesen beiden Titeln orientieren, wobei ich eventuell auch etwas Lovecraft im Design wiedererkenne, vor allem gegen Ende.

Lost Records: Bloom & Rage (c) DON'T NOD

Lost Records: Bloom & Rage (c) DON’T NOD

Allerdings gibt es einige kleinere Grafikprobleme auf dem PC, über die man jedoch hinwegsehen kann. Wie zum Beispiel ein Glas, das in ein anderes Glas hineinglitscht, oder ein Rucksack, den wir gerade eigentlich packen, aber bereits von Swann auf dem Rücken getragen wird.

Zwei Teile waren vielleicht nicht die beste Entscheidung

Wir wissen alle: Wenn DON’T NOD etwas kann, dann sind es Geschichten. Wir haben es in Spielen wie Life is Strange und Tell Me Why gesehen. Dabei kamen die Spiele auch gerne mal in Episoden raus, was ein durchaus gutes System für Indie-Entwickler ist. Doch bei Lost Records: Bloom & Rage könnte diese Entscheidung ein Fehler sein. Tape 1 kommt leider unheimlich langsam in die Gänge. Genau genommen passiert das wirklich Interessante erst in den letzten Metern des ersten Teils, und das Vorgeplänkel zieht sich teilweise extrem hin und wirkt mehr so, als hätte man irgendwie versucht, das Spiel mit Story zu füllen.

Zwar ist es interessant zu sehen, wie die Mädchen zusammenwachsen, und auch die Abschnitte in der Gegenwart sorgen dafür, dass man sie besser kennenlernt. Doch in den insgesamt sieben Stunden, die ich für Tape 1 gebraucht habe, wurde in sechs Stunden auf das „dunkle Geheimnis“ hingearbeitet, das sich erst in der letzten Stunde langsam zu entfalten beginnt. Zwar wurde der Cliffhänger an einer guten Stelle gesetzt, doch das wirklich Spannende wird offenbar fast komplett in Tape 2 gestopft. Dazu muss man aber erstmal die Spieler dazu bringen, sich durch die eintönigen Passagen in Tape 1 zu quälen, ohne die Lust zu verlieren.

Fazit zu Lost Records: Bloom & Rage

Mit dem Fazit halte ich mich erstmal noch etwas bedeckt, bis Tape 2 erschienen ist. Bisher empfinde ich den Titel aber eher als schwächeren Vertreter von DON’T NODs Portfolio. Inwieweit sich die Story durch den zweiten Teil retten wird, erfahren wir dann, wenn dieser im April rauskommt. Bis dahin kann man dem Spiel durchaus eine Chance geben. Persönlich empfehle ich aber, lieber auf das komplette Ergebnis zu warten, da ich mich durch Tape 1 allein nicht richtig abgeholt fühle.

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[dailygame.at] · 22.02.2025 · 13:15 Uhr
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