USA dominiert das Rennen um Künstliche Intelligenz – Europa und China im Vergleich
Eine aktuelle Analyse von KPMG zeigt die führende Rolle der USA im globalen Wettbewerb um Künstliche Intelligenz (KI). Laut dem "Strategic AI Capability Index" (SACI) sichern sich die USA mit 75,2 von 100 möglichen Punkten den Spitzenplatz. Die Studie basiert auf den Bewertungen von über 900 Entscheidungsträgern weltweit und beleuchtet, wie gut KI in verschiedenen Volkswirtschaften genutzt wird sowie deren politische und rechtliche Rahmenbedingungen.
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der USA ist die rasche und umfassende Integration von KI in die Geschäftswelt. Unterstützt wird dies durch optimale finanzielle Bedingungen und Technologien, die den Übergang von der Forschung in die Praxis erleichtern. Ashish Madan, Technikchef von KPMG in Deutschland, betont, dass die strukturellen Vorteile der USA auf erheblichen Investitionen und dem effizienten Zusammenspiel von Forschung und Anwendung beruhen.
Im Gegensatz dazu hinkt Europa mit 48,8 Punkten hinterher. Trotz einer starken industriellen Basis und strenger Regelwerke mangelt es an wirtschaftlicher Umsetzung. Hohe Stromkosten und zersplitterte Finanzmärkte erschweren große KI-Projekte. Besonders positiv schneiden innerhalb Europas Großbritannien und Irland ab, während Mittel-, Osteuropa und Südeuropa deutliche Defizite aufweisen.
China, mit 48,2 Punkten knapp hinter Europa, überzeugt durch hohe Patentanmeldungen und Technologiekontrolle. Allerdings hemmt die geringe Kooperation mit internationalen Partnern den Wissensaustausch und die wirtschaftliche Nutzung von KI.
Die Studie empfiehlt Europa, Verfahren zu verschlanken, Start-ups besser zu fördern und technische Abhängigkeiten zu reduzieren. Besonders wichtig sei es, junge Unternehmen mit ausreichender Rechenleistung und qualifizierten Fachkräften zu versorgen, um die allgemeine Verbreitung von KI-Projekten zu beschleunigen.

