Borussia Dortmunds Achtelfinalträume auf wackligen Füßen
Ein dramatischer Abend in der Champions League endete in Enttäuschung für Borussia Dortmund. Im Spiel gegen den ins Straucheln geratenen Europa-League-Sieger Tottenham Hotspur unterlag der Bundesligazweite in London mit 0:2. Bereits in der ersten Halbzeit gerieten die Dortmunder in Rückstand, als Cristian Romero in der 14. Minute und Dominic Solanke in der 37. Minute für die Spurs trafen.
Der BVB erlitt einen weiteren Rückschlag in der 24. Minute, als Daniel Svensson nach einem ungestümen Einsatz gegen Wilson Odobert die Rote Karte sah. Der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg zeigte zunächst Gelb, änderte jedoch nach Überprüfung der Videobilder seine Entscheidung. Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit kämpfte Dortmund tapfer weiter.
Trainer Niko Kovac setzte zu Beginn auf Serhou Guirassy, der nach mehreren Joker-Einsätzen wieder in der Startelf stand. Tottenham war trotz turbulenter Phase und zuletzt enttäuschenden Ergebnissen in blendender Spiellaune, während Dortmund Mühe hatte, die Defensive zu stabilisieren. Zur Pause brachte Kovac Emre Can und Julian Ryerson aufs Feld, um die Abwehrarbeit zu stärken.
Doch die Erfolgsaussichten blieben gering, obwohl der BVB in der zweiten Halbzeit mehr Präsenz in der gegnerischen Hälfte zeigte. Julian Brandt und Serhou Guirassy wichen Defensivstrategen, was der Stabilität des Teams half, aber zu Lasten der Angriffskraft ging. Die Schwarz-Gelben fanden kaum nennenswerte Torchancen, einzig ein Freistoß von Ryerson und ein Kopfball von Nico Schlotterbeck kamen dem Anschlusstreffer nahe. BVB-Keeper Gregor Kobel erwies sich mehrmals als letzte Rettung und verhinderte eine noch größere Niederlage.
Mit dem kommenden Spiel gegen Inter Mailand und dem drohenden Gang in die Playoffs, stehen die Dortmunder nun vor einer herausfordernden Aufgabe. Die Ausgangslage bleibt unsicher, die Hoffnung auf einen direkten Einzug ins Achtelfinale aber lebt weiterhin.

