Angeschaut und ausprobiert

Lenovos Thinkbook Rollable: Bildschirm wächst auf Knopfdruck

21. Januar 2026, 00:05 Uhr · Quelle: dpa
Das Thinkbook Plus G6 Rollable
Foto: Nico Tapia/dpa-tmn
So laaaaaaaaaaang: Auf Knopfdruck fährt das Display des Thinkbook Plus G6 Rollable nach oben aus dem Gerät heraus und bietet mehr Bildschirmfläche.
Lenovos Thinkbook Plus G6 Rollable erweitert den Bildschirm automatisch und steigert so die Produktivität bei täglicher Nutzung.

Berlin (dpa/tmn) - «Bssssssss - aaaah, stark - irre!» So klingt es für gewöhnlich, wenn man Menschen zum ersten Mal das Thinkbook Plus G6 Rollable von Lenovo vorführt. Der Grund ist einfach: Drückt man einen Knopf oben rechts auf der Tastatur, fährt der Bildschirm mit einem leisen Surren nach oben. In knapp sieben Sekunden wächst der Bildschirm in die Höhe, gewinnt gut die Hälfte der ursprünglichen Fläche dazu. Verrückt, oder? Aber was haben die bei Lenovo sich eigentlich dabei gedacht?

Kurz gesagt, löst das Thinkbook Rollable das klassische Notebookproblem. Genug Leistung ist da, aber der Platz auf dem Bildschirm reicht nicht. Also muss man ständig hin- und herschalten zwischen Browser, Mails oder Schreibprogramm. Das kostet Zeit und Nerven.

Mit der im Unterteil des Thinkbook versteckten Bildschirmreserve ist das vorbei. Fährt man den flexiblen Bildschirm aus, rollt er sich um das Deckelscharnier und wächst an einem Schienensystem in die Höhe. So hat man statt 2.000 zu 1.600 Pixeln im 5:4-Format bei 14 Zoll Diagonale dann 2.000 zu 2.350 im Format 8:9 bei 16,7 Zoll zwischen den Ecken. Also mehr Platz für 

  • Texte im Hochfomat,
  • noch mehr Zellen für die Tabellenkalkulation,
  • größere Webseitenanzeige ohne viel Scrollen,
  • das Mailprogramm,
  • den Kalender,
  • Wetteranzeige, Aufgaben, Erinnerungen
  • und vieles mehr.

Im Alltag klappt das richtig gut. Kein Umschalten mehr weniger Mausraddrehen, weniger Fingerwischen auf dem Trackpad. Irgendwie angenehm. Aber ist das rollbare Display auch gut und stabil? 

Die schnelle Antwort: Ja, es ist stabil und tatsächlich eines der augenscheinlich besten Notebookdisplays momentan. Lenovo setzt auf die OLED-Technologie mit selbstleuchtenden Bildpunkten. Die geben schöne klare Farben, sind hell, und weil sie bei der Anzeige von Schwarz einfach nicht leuchten, gibt es eben auch knackiges Schwarz. 

Ein richtig helles Display

Dazu werden die für manche Grafik- und Bildanwendungen wichtigen Farbräume sRGB, Adobe RGB und der für Videos wichtigen Farbraum DCI-P3 nahezu komplett abgebildet. Das flexible OLED bleibt wegen seiner hohen Helligkeit bei Sonnenlicht gut lesbar.

Auch sonst ist die Ausstattung des Thinkbook Plus G6 Rollable weit vorn. Es gibt unter anderem:

  • Intels Core Ultra 7 258V
  • Intels Arc Graphics 140V
  • 32 Gigabyte Arbeitsspeicher (leider verlötet und damit nicht erweiterbar)
  • 1 Terabyte SSD-Speicher
  • Eine Fünf-Megapixel-Webcam mit Infrarot und Tiefensensor (mit praktischer Klappe zum Verdecken)
  • 66 Wattstunden Batterie (für mehr als acht Stunden getestete Laufzeit)
  • Fingerabdrucksensor im Power-Knopf
  • 2 USB-C-Anschlüsse
  • 1 Kopfhörerbuchse

Das ganze steckt in einem relativ kompakten Aluminiumgehäuse, das an der Basis schwer genug ist, um bei ausgefahrenem Bildschirm nicht ins Wackeln oder gar ins Kippen zu geraten. Rund 1,7 Kilo bringt das Gerät auf die Waage, die Verarbeitung ist gut, der Ausrollmechanismus macht im Test einen stabilen Eindruck. 

Einen Akku für einen ganzen Arbeitstag ohne Steckdose

Auch in Sachen Ausdauer ist das Rollable stabil. Das Notebook schafft einen Acht-Stunden-Tag in der Regel ohne Aufladen, wenn man nicht gerade Videos in Dauerschleife schaut oder Spiele laufen lässt. Fährt man das Display dauerhaft aus, verliert man etwa eine halbe Stunde Laufzeit. 

Praktisches Bildschirmformat, schnelle Hardware, stabiles Gehäuse - und wo ist der Haken? Genauer gesagt, drei Haken. Aber der Reihe nach: 

  1. Das Thinkbook Plus G6 Rollable kommt mit fest verlötetem Arbeitsspeicher. Unpraktisch, wenn mit der Zeit die Anforderungen an Programme steigen. Erweitern ist nicht möglich. Dass es keinen Speicherkartenleser gibt, ist für Fotografen ärgerlich, lässt sich aber mit einem Adapter lösen.
  2. Beim Arbeiten im Zug wird es gelegentlich eng mit dem langen hohen Bildschirm. Zweite Klasse ICE ohne Tisch: Da stößt das Gerät im wahrsten Sinne des Wortes an Grenzen. Und selbst am Tisch ragt man damit in den Luftraum der Mitreisenden. Im Test-Alltag überwog da aber die Faszination für das ungewöhnliche Gerät.
  3. Der Preis: Die Wunderkiste mit ausfahrbarem Display kostet rund 3.400 Euro. 

Fazit: Roll' aus den Schirm, das hat sonst keiner

Starkes Teil. Stabil, chic, leistungsstark und das wachsende Display. Das Thinkbook Plus 6G Rollable ist ein ziemliches Paket und nicht nur ein Hingucker mit diesem einen Hochfahr-Trick. Es bringt spürbar mehr Arbeitsfläche mit als andere Notebooks dieser Größe und Leistungsklasse, dazu lange Arbeitszeit - und man erhält garantiert neugierige bis neidische Blicke. Lenovo hat mal wieder was gewagt und ein Notebook gebaut, was in der Form sonst keiner anbietet. 

Die 3.400 Euro dafür muss man aber erst mal auftreiben. Für deutlich weniger Geld gäbe es bereits ein solide ausgestattetes Notebook mit mobilem Display zum Anstecken und Danebenstellen. Auf das tolle ausfahrbare und platzsparende OLED muss man dann aber leider verzichten.

Technik / Lenovo / Notebooks / Displays / Rollable / Test / OLED
21.01.2026 · 00:05 Uhr
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