Logistiker fordern spezielle Grenzregelungen zur Sicherstellung der Versorgung
Der bevorstehenden Einführung von polnischen Grenzkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze begegnet der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) mit einer klaren Forderung: Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit von Bevölkerung und Wirtschaft auch während der Grenzkontrollen sollen spezielle Regelungen für LKW-Abfertigungen getroffen werden. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des BGL, betonte, dass im Falle umfassender Kontrollen 'Green Lanes' für Lastwagen erforderlich seien, um den reibungslosen Warenfluss sicherzustellen.
Hintergrund der polnischen Kontrollmaßnahmen, die ab Montag starten sollen, sind die bereits seit Herbst 2023 laufenden Kontrollen auf deutscher Seite. Diese zielen darauf ab, die irreguläre Migration einzudämmen. Angesichts dieser Entwicklungen appelliert der BGL, sowohl den Warenverkehr als auch die wirtschaftliche Stabilität in den betroffenen Regionen nicht zu unterbrechen.
Wie Engelhardt weiter ausführte, wurden laut Mautdaten 2024 etwa 9,746 Millionen mautpflichtige Ein- und Ausfahrten von Lastwagen an den Grenzen zwischen Deutschland und Polen registriert. Obwohl der Anteil deutscher Transportunternehmen am Verkehr nach Polen und Osteuropa gering ist, haben zahlreiche deutsche Firmen Niederlassungen in Polen und beschäftigen auch polnische Arbeitskräfte in Deutschland, was die ökonomische Verzahnung der beiden Länder unterstreicht.

