Ölmarkt unter Druck: Preise setzen Abwärtskurs fort
Die Ölpreise setzten am Dienstag ihren Rückgang in einem ruhigen Handelsumfeld fort, nachdem bereits zu Wochenbeginn ein deutlicher Preisverfall zu verzeichnen war. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar sank leicht um acht Cent und notiert nun bei 62,41 US-Dollar. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im Januar verzeichnete ebenfalls einen leichten Rückgang um neun Cent auf 58,79 Dollar je Barrel.
Zu Wochenbeginn hatten die Preise der beiden wichtigen Rohölsorten merklich um mehr als einen Dollar je Barrel nachgegeben. Im Mittelpunkt der aktuellen Marktentwicklungen steht die Befürchtung eines erneuten Überangebots an Rohöl auf dem Weltmarkt, das die Investoren in Alarmbereitschaft versetzt hat. Diese Sorge wird durch die bevorstehenden Monatsberichte der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und der Internationalen Energieagentur (IEA) genährt, die neue Prognosen zur weltweiten Ölnachfrage präsentieren werden.
Die IEA hatte zuletzt bereits vor einem rekordhohen Überschuss an Rohöl im nächsten Jahr gewarnt. Rohstoffexperte Warren Patterson von der Bank ING stützt diese Einschätzung und prognostiziert, dass das Angebot die Nachfrage um mehr als zwei Millionen Barrel pro Tag übersteigen könnte. Der Blick bleibt gespannt auf die Entwicklungen dieser Woche, wenn marktbewegende Berichte veröffentlicht werden.

