Linken-Chef fordert Übergewinnsteuer auf Rüstungsgewinne
Die jüngsten Börsengewinne des Rüstungskonzerns Rheinmetall stoßen bei dem Vorsitzenden der Linken, Jan van Aken, auf scharfe Kritik. Im Rahmen des Parteitags in Chemnitz machte er seinem Unmut über die sprunghaften Kurssteigerungen Luft, die sein Team mit Rheinmetall-Aktien erzielt hat.
Vor acht Jahren erwarb die Partei zwei Aktien des Unternehmens, ursprünglich mit der Absicht, aktiv an Hauptversammlungen teilnehmen zu können, um dort wichtige Beiträge zu leisten oder humorvoll aufzutreten. Erst kürzlich habe van Aken die Entwicklung dieser Investition überprüft und bemerkt, dass der Gewinn mittlerweile bei 3.200 Euro liegt, trotz eines ursprünglichen Kaufpreises von nur 180 Euro. Diese überraschende Rendite bezeichnete er als 'widerlich', da sie auf dem Rücken von Krieg und menschlichem Leid basiere.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, plädiert van Aken für die Einführung einer Übergewinnsteuer speziell für Rüstungskonzerne, um sicherzustellen, dass derartige Profite aus Kriegen und Krisen vermieden werden. Obwohl van Aken selbst keine Anteile an Rheinmetall hält, plant er, die beiden Aktien, die der Partei gehören, nicht zu veräußern.
Der Hintergrund: Sie sollen weiterhin als Mittel dienen, um auf zukünftigen Aktionärsversammlungen ihre Stimme zu erheben. Unterdessen hat Rheinmetall seinen Umsatz beachtlich gesteigert, insbesondere dank der gestiegenen Verteidigungsausgaben. So verzeichnete das Unternehmen allein im ersten Quartal dieses Jahres einen Umsatzanstieg um beeindruckende 46 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.

