Leichtes Plus für Bundesanleihen trotz geopolitischer Spannungen
Die Kurse deutscher Bundesanleihen konnten am Montag einen minimalen Aufschwung verzeichnen. Im Fokus der Anleger stand ein mit Spannung erwartetes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dabei gewann der richtungsweisende Euro-Bund-Future bis zum Nachmittag um 0,04 Prozent und erreichte damit 128,85 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen fiel leicht auf 2,77 Prozent.
Parallel zu den bilateralen Gesprächen zwischen Trump und Selenskyj ist auch ein Treffen mit führenden europäischen Politikern geplant. Trump verstärkt den Druck auf die Ukraine, indem er den Nato-Beitritt sowie die Rückgabe der Krim – seit 2014 unter russischer Kontrolle – als wenig realistisch einschätzt.
Darüber hinaus richten sich die Marktbeobachter bereits auf das anstehende Notenbanker-Treffen in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt. Die Analystin Birgit Henseler von der DZ Bank prognostiziert, dass Jerome Powell, der Chef der Fed, die Gelegenheit nutzen wird, um die Finanzmärkte auf den geldpolitischen Kurs einzustimmen. Eine Leitzinssenkung im September wird Powell wohl nicht ausschließen, wenngleich die Erwartungen an einen drastischen Zinsschritt von einem halben Prozentpunkt eher gedämpft werden dürften.

