Leichte Klimaaufhellung in Ostdeutschlands Wirtschaft: Branchen zeigen gemischte Entwicklungen
Die wirtschaftliche Stimmung in Ostdeutschland hat sich zum Jahreswechsel nur marginal verbessert, wie das Dresdner Ifo-Institut berichtet. Die befragten Unternehmen äußerten sich sowohl zu ihrer gegenwärtigen Lage als auch zu ihren Aussichten für die kommenden Monate etwas optimistischer als im Vormonat. Der Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland legte im Dezember geringfügig von 90,0 auf 90,1 Punkte zu.
In den einzelnen Branchen gab es jedoch unterschiedliche Trends. Besonders in der Industrie verschlechterte sich das Geschäftsklima erheblich. Unter den befragten Unternehmen herrscht eine spürbar schlechtere Einschätzung der aktuellen Lage im Vergleich zum Vormonat, und auch die Erwartungen für die kommenden Monate trübten sich ein wenig ein.
Im Gegensatz dazu verbesserte sich das Klima im Dienstleistungssektor leicht. Die Unternehmen äußerten sich zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage, korrigierten jedoch ihre Erwartungen für die Zukunft leicht nach unten. Auch im Handel war eine leichte Stimmungsaufhellung zu verzeichnen. Während der Großhandel seine augenblickliche Lage etwas negativer sah und seine Erwartungen zurückschraubte, zeigte sich der Einzelhandel deutlich optimistischer sowohl hinsichtlich der laufenden Geschäfte als auch der zukünftigen Entwicklungen.
Das Baugewerbe erlebte ebenfalls einen leichten Anstieg im Geschäftsklimaindex. Zwar bewerteten die Unternehmen ihre momentane Lage etwas schlechter als im Vormonat, jedoch blicken sie mit einer Portion Zuversicht auf die kommenden Monate. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der auf Basis von etwa 1.700 monatlichen Unternehmensmeldungen aus verschiedenen Sektoren erstellt wird, dient weiterhin als wertvoller Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

