Lehrkräfte und Beschäftigte im Bildungssektor setzen mit bundesweiten Streiks ein starkes Zeichen
Mit großem Engagement haben sich rund 12.000 Beschäftigte aus dem Bildungsbereich an einem bundesweiten Streik beteiligt, um ihrer Forderung nach einer Gehaltserhöhung Nachdruck zu verleihen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) organisierte zentrale Kundgebungen in fünf Städten, um auf die Notwendigkeit der Einkommensverbesserungen im öffentlichen Dienst der Länder hinzuweisen.
Die Vorsitzende der GEW, Maike Finnern, kritisierte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Berlin für ihre unbewegliche Haltung in den laufenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaften fordern eine Gehaltserhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat.
An den Streikaktionen beteiligten sich nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Sozialarbeiter, Erzieher, Hochschullehrende und studentische Beschäftigte. In beeindruckender Zahl versammelten sich in Berlin etwa 3.500, in Leipzig 3.000, in Hamburg 2.500 und in Mannheim rund 2.000 Demonstranten.
In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass viele Bereiche des Sozial- und Erziehungsdienstes, ebenso wie die Schulen, in finanzieller Hinsicht nicht ausreichend honoriert werden. Somit ist bis zur nächsten Verhandlungsrunde im Februar mit weiteren Warnstreiks zu rechnen, um den anhaltenden Forderungen Nachdruck zu verleihen und die Wertschätzung für die Beschäftigten im Bildungsbereich zu unterstreichen.

