Laschet ruft zur engeren transatlantischen Zusammenarbeit auf
Der CDU-Politiker Armin Laschet sieht in der engeren Zusammenarbeit mit den USA unter der Führung von Präsident Donald Trump eine Notwendigkeit für Europa. Angesichts der geopolitischen Spannungen mit Ländern wie Russland und China plädiert Laschet dafür, die Bindungen zwischen Europa und den USA zu stärken.
Eine anhaltende Ablehnung oder die ständige Belustigung über Trump erachte er als wenig zielführend. Wichtig sei es, Trump zu vermitteln, dass die Zusammenarbeit auch im Interesse der USA liege. Europa müsse sich jedoch auch auf die Möglichkeit vorbereiten, dass die transatlantische Unterstützung in der Zukunft nicht mehr gesichert sei.
In diesem Kontext strebt Laschet langfristig den Aufbau einer europäischen Armee an, wobei zunächst eine gemeinsame Rüstungsindustrie etabliert werden solle. So müsse Europa die Fähigkeit entwickeln, unabhängig eigene Verteidigungsflugzeuge zu produzieren. Der Politiker verweist auf die jüngsten Einkäufe von F-35-Jets aus den USA, die bei einem US-amerikanischen Einsatzverzicht ihre Bedeutung verlören.
Die jüngste Beratung der sogenannten 'Koalition der Willigen' mit Vertretern aus 31 Ländern brachte keine Entscheidung über den Einsatz europäischer Streitkräfte zur Stabilisierung der Ukraine. Diese Unklarheit spiegelt auch Laschets Zweifel wider, der sich nur schwer eine Friedenstruppe für die Ukraine ohne die Beteiligung der USA vorstellen kann.
Spekulationen um Armin Laschets mögliche Ambitionen auf das Amt des Außenministers wurden jüngst angeheizt. Laschet selbst gibt sich hier jedoch zurückhaltend und betont, dass ihn die Außenpolitik immer begleitet habe, auch wenn er keine Ämter anstrebe.
Seine politischen Erfahrungen, insbesondere die Beziehungen zu Frankreich und Israel, hätten ihn seit jeher beeinflusst.

