Lanxess rechnet mit schwierigem Jahr 2013
Die schwache Nachfrage der europäischen Auto- und Reifenindustrie hat Lanxess vorsichtig gemacht. Mit einem extrem schlechten ersten Quartal im Rücken setzt sich der Spezialchemiekonzern und Kautschuklieferant nun bescheidene Jahresziele.
Das Unternehmen glaubt wie bislang nicht daran, den drastischen Gewinneinbruch aus den ersten 3 Monaten im Gesamtjahr noch aufholen zu können. Für 2013 rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) von unter 1 Milliarde Euro, nach 1,225 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf einer Geschäftsbelebung im zweiten Halbjahr.
"Das Marktumfeld bleibt schwach und volatil. Dennoch gehen wir für das zweite Halbjahr von einer konjunkturellen Verbesserung der Geschäftslage aus", sagte Vorstandschef Axel Heitmann. Für das zweite Quartal sagte der Konzernlenker ein gegenüber dem ersten Quartal höheres EBITDA vor Sondereinflüssen voraus. Es werde aber unter 220 Millionen Euro liegen. Für zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit rechnet der Manager mit Kosten im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
In den ersten drei Monaten des Jahres rutschte der operative Gewinn (EBITDA) vor Sondereinflüssen um mehr als die Hälfte auf 174 Millionen Euro ab. Ursache war hauptsächlich die schwache europäischen Nachfrage aus der Reifen- und Automobilindustrie, von der Lanxess stärker als andere Chemiekonzerne abhängig ist. Belastet wird das erste Quartal zudem von Anlaufkosten für ein neues Butylwerk in Singapur.
Auch die Erlöse zollten der schwachen Auto- und Reifenkonjunktur Tribut. Sie gaben um 12,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro nach. Kunden aus der Auto- und Reifenbranche steuern bei Lanxess etwa 40 Prozent zum Umsatz bei. Unter dem Strich verdienten die Leverkusener nur noch 25 Millionen Euro, nach 192 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Mit den Zahlen lag der Konzern im Rahmen der Analystenprognosen.
Der Konzern stemmt sich mit einem flexiblen Anlagenmanagement und Kosteneinsparungen gegen das schwierige Marktumfeld.
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DJG/hoa/bam

