KWS Saat passt Prognosen im herausfordernden Agrarmarkt an
Der renommierte Saatguthersteller KWS Saat sieht sich in diesem Jahr mit einem herausfordernden Agrarmarktumfeld konfrontiert und hat seine Wachstumsaussichten entsprechend angepasst. Aufgrund der derzeit niedrigen Preise für Agrarrohstoffe herrscht Unsicherheit bei den Anbauentscheidungen der Landwirte, was weltweit zu einer größeren als bisher angenommenen Reduzierung der Anbaufläche für Zuckerrüben führt. Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird nun ein Umsatz auf Vorjahresniveau ohne Berücksichtigung von Währungs- und Portfolioeffekten erwartet, statt des zuvor prognostizierten Wachstums von rund drei Prozent.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres, das Ende Dezember endete, verzeichnete KWS Saat einen Umsatzrückgang von 1,4 Prozent auf 411,3 Millionen Euro. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) reduzierte sich um etwa ein Viertel auf 49,0 Millionen Euro, maßgeblich beeinflusst durch einen Sonderertrag aus dem Verkauf des nordamerikanischen Maisgeschäfts. Letztlich sank der Verlust um 45 Prozent auf 63,8 Millionen Euro.
Finanzvorstand Jörn Andreas erklärte, dass der Fokus des Unternehmens weiterhin klar auf Profitabilität liege. Im laufenden Geschäftsjahr sollen 19 bis 21 Prozent des Umsatzes als Ebitda-Gewinn übrig bleiben, ohne die Berücksichtigung des Sondergewinns aus dem Lizenzrechteverkauf infolge des Verkaufs des nordamerikanischen Maisgeschäfts.

