Kursgewinne trotz steigender Risikovorsorge: US-Großbanken im Aufschwung
Die jüngsten Quartalszahlen der US-Großbanken JPMorgan Chase und Morgan Stanley bringen Licht in die teils düstere Landschaft der Kapitalmärkte. Beide Banken haben von den aktuellen Schwankungen profitiert und Analystenerwartungen dank eines florierenden Aktienhandelsgeschäfts übertroffen.
Gleichzeitig haben die Institute jedoch ihre Rücklagen für potenzielle Kreditausfälle stärker als erwartet aufgestockt, was als Hinweis auf wirtschaftliche Unsicherheiten gewertet wird. JPMorgan, unter der Leitung von Jamie Dimon, bereitete sich auf eine Vielzahl von wirtschaftlichen Szenarios vor und erhöhte seine Risikovorsorge auf 3,3 Milliarden Dollar.
Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme konnte die Bank ihre Erträge im ersten Quartal um beeindruckende 8 Prozent auf insgesamt 45,3 Milliarden US-Dollar steigern. Ein Rekordgewinn von 14,6 Milliarden Dollar zeugt vom Erfolg im Aktienhandel, während der Nettozinsüberschuss im Gesamtjahr voraussichtlich einen leichten Anstieg erfährt.
Morgan Stanley zeigte ebenfalls positive Entwicklungen: Während das Institut 135 Millionen Dollar für Kreditausfälle zurücklegte, erlebte es in der Vermögensverwaltung einen Zuwachs an Kundengeldern. Dieser Aufwärtstrend führte zu einem Ertragswachstum von 17 Prozent, das mit einem Gewinnzuwachs zugunsten der Aktionäre um 26 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar einherging.

