Kupferdeal für mehr Unabhängigkeit: Aurubis und Viscaria einigen sich auf Lieferung aus Schweden
Der Hamburger Kupferproduzent Aurubis und der schwedische Bergbaukonzern Viscaria haben eine wichtige Absichtserklärung unterzeichnet, die den Grundstein für zukünftige Kupferlieferungen aus einer im Bau befindlichen Mine in Nordschweden legt. Die Bekanntgabe erfolgte im feierlichen Rahmen der schwedischen Botschaft in Berlin.
Der Start des Minenbetriebs von Viscaria ist für Ende 2027 geplant, mit anschließenden Lieferungen nach Deutschland ab dem Folgejahr. Obwohl der finanzielle Umfang der Abmachung nicht öffentlich gemacht wurde, zeigen sich beide Parteien zufrieden über die Kooperation, die als bedeutender Schritt hin zu einer stärkeren europäischen Autonomie bei essenziellen Metallen interpretiert wird.
Aurubis, ein Branchenriese mit rund 7.100 Mitarbeitern, betrachtet diesen Deal als verhältnismäßig klein, da die in Aussicht gestellten 12.500 Tonnen Kupferkonzentrat nur einen Bruchteil seiner gesamten Liefermenge darstellen. Das Unternehmen verarbeitet das Konzentrat unter anderem zu hochwertigen Kupferkathoden, die wiederum zu Drähten, Blechen und Folien weiterverarbeitet werden, essenziell für Technologien von alternativen Antrieben bis hin zu Windenergie.

