Kuka verzichtet auf Kündigungen – Gehaltsanpassungen aufgeschoben
Der deutsche Roboterhersteller Kuka hat mit dem Betriebsrat eine Übereinkunft getroffen, um betriebsbedingte Kündigungen am Augsburger Hauptsitz zu vermeiden. Diese Lösung sieht vor, dass geplante tarifliche Gehaltserhöhungen und Sonderzahlungen für die Belegschaft verschoben oder ausgesetzt werden. Im Gegenzug verpflichtet sich Kuka, bis Juli 2029 keine Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen zu entlassen, wodurch notwendige Investitionen realisiert werden können.
Carola Leitmeir, Verhandlungsführerin des Kuka-Betriebsrats, erkannte die spürbaren Einschnitte für die Mitarbeiter an, betonte jedoch, dass diese Vereinbarung ein positives Zeichen für die Zukunftssicherung des Standorts Augsburg setze. Man habe es geschafft, den Umfang des Personalabbaus zu begrenzen, auch angesichts der im November angekündigten Ausweitung des Stellenabbaus von geplanten 400 auf 560 Vollzeitstellen.
Ein Sprecher von Kuka erklärte, die Maßnahme sei eine Reaktion auf die anhaltend schwierige Marktlage im Bereich der Industrieroboter. Dem Unternehmen fehlen in diesem Jahr Neukundenaufträge im Wert von über 100 Millionen Euro, was besonders deshalb dramatisch ist, weil Kuka stark von der Auftragslage in der Automobilindustrie abhängig ist. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 3.000 Menschen in Augsburg.

