Krypto ist gekommen, um zu bleiben—Selbst die SEC kann nichts dagegen tun, sagt Analyst
Die US-Märkte haben einen Anstieg von digitalen Münzen erlebt. Millionen von Amerikanern halten nun Tokens in ihren Geldbörsen. Alles plötzlich zu blockieren wäre nahezu unmöglich. Gleichzeitig setzt das Fehlen von Regeln in diesem Sektor alltägliche Investoren Gefahren aus.
Warum ein Verbot nicht mehr infrage kommt
Laut dem Bloomberg-Kolumnisten Matt Levine steht ein pauschales Verbot von Krypto nicht mehr zur Debatte. Er weist darauf hin, dass heute zig Millionen Menschen digitale Vermögenswerte besitzen.
Jetzt den Stecker zu ziehen, würde sich auf Handelsplattformen, Zahlungs-Apps und sogar große Wall-Street-Firmen auswirken. Levine argumentiert, dass ein solcher Schritt einfach Innovationen und Arbeitsplätze ins Ausland treiben würde.
Feindselige Vergangenheit droht weiterhin
Unter dem ehemaligen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler wurden die meisten Token wie Aktien behandelt. Das bedeutete, dass sie sich nach den Wertpapiergesetzen registrieren mussten—ein Prozess, den fast kein Projekt bewältigen konnte.
In der Praxis machte diese Haltung Krypto in den USA „illegal“. Viele Entwickler und Investoren fühlten sich ausgeschlossen.
Matt Levine: “We will ban crypto” is no longer feasible for the SEC, and “we will ignore crypto because it’s not a security so not our problem” is not very attractive for the SEC. The only choice left is “we will regulate crypto, but in a way that you like. pic.twitter.com/hBFXTmMnh5
— Sar Haribhakti (@sarthakgh) August 7, 2025
Analysten zufolge hat Krypto zwei Zwecke: Es treibt Netzwerke an und bietet Investitionsmöglichkeiten. Diese doppelte Rolle schafft regulatorische Probleme.
Viele Token agieren ähnlich wie Unternehmensanteile, laufen jedoch gleichzeitig auf offener Software und Gemeinschaftsregeln. Die SEC weiß, wie sie Aktienanleger schützen kann, aber digitale Münzen benötigen andere Sicherheitsvorkehrungen.
Projekt Crypto signalisiert Wandel
Der aktuelle SEC-Vorsitzende Paul Atkins hat in diesem Jahr „Projekt Crypto“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, schnellere und klarere Wege für die Registrierung von Token zu schaffen.
Projekte, die wirklich als Wertpapiere fungieren, könnten einem neuen, optimierten Prozess folgen. Gleichzeitig würden Token, die hauptsächlich für Netzwerkdienste genutzt werden, leichteren Anforderungen unterliegen.
Levine warnt davor, dass es nicht leicht sein wird, klare Grenzen zu ziehen. Wie unterscheidet man einen Governance-Token von einem reinen Utility-Token? Welches Maß an Offenlegung ist sinnvoll, wenn sich Code über Nacht selbst aktualisieren kann?
Diese Fragen werden sowohl Regulierer als auch die Branche auf die Probe stellen. Jedoch würden definierte Kategorien ehrlichen Entwicklern Orientierung bieten und Kleinanleger schützen.
Die SEC steht nun vor einer klaren Wahl: Ihre Macht nutzen, aber ihr Werkzeug anpassen. Ein vollständiges Verbot würde Einzelhandelsbesitzer im Stich lassen. Totaler Verzicht auf Eingriffe würde sie Betrug aussetzen.

