Krypto-Fonds verzeichnen erneut Abflüsse: Fünf Wochen in Folge zeigen zunehmende Investorenmüdigkeit

Das Interesse der Investoren an digitalen Vermögenswerten bleibt verhalten, nachdem in der vergangenen Woche Abflüsse in Höhe von $288 Millionen verzeichnet wurden. Dies ist die fünfte Woche in Folge mit Rücknahmen, wodurch sich die gesamten Abflüsse auf $4 Milliarden summieren, was jedoch noch hinter den $6 Milliarden des Vorjahres zurückbleibt.
Die Marktteilnahme hat sich erheblich verringert, da der Handel mit Exchange Traded Products (ETPs) auf $17 Milliarden gesunken ist – das schwächste Niveau seit Juli 2025. Dies deutet auf ein globales Desinteresse sowohl bei institutionellen als auch bei privaten Anlegern in diesem Quartal hin.
Short-Positionen nehmen leise zu
Laut dem neuesten Digital Asset Fund Flows Weekly Report von CoinShares bleibt Bitcoin der Hauptfaktor für die negative Marktstimmung und verzeichnete Abflüsse von $215 Millionen. Zudem nahmen die bärischen Positionierungen zu, da Short-Bitcoin-Fonds $5,5 Millionen an Zuflüssen verzeichneten – der höchste Zufluss unter den einzelnen Vermögenswerten. Auch Ethereum verzeichnete erhebliche Abflüsse von $36,5 Millionen, begleitet von anhaltenden Verkäufen in Multi-Asset-Produkten und Tron, die $32,5 Millionen bzw. $18,9 Millionen verloren.
Während XRP, Solana und Chainlink begrenzte Zuflüsse zwischen $1,2 Millionen und $3,5 Millionen anzogen, konnten diese Gewinne die anhaltenden Nettoabflüsse bei Altcoins kaum ausgleichen.
Die USA dominierten die wöchentlichen Abflüsse mit $347 Millionen, während Investoren außerhalb der USA die jüngsten Preisrückgänge als Einstiegsmöglichkeit nutzten. Zuflüsse wurden vor allem aus der Schweiz, Kanada und Deutschland mit $19,5 Millionen, $16,8 Millionen und $16,2 Millionen verzeichnet. Kleinere Allokationen von $3 Millionen, $2,7 Millionen und $1 Million flossen auch nach Brasilien, Australien und in die Niederlande.
Bitcoin inmitten eines makroökonomischen Sturms
Bitcoin fiel während des frühen asiatischen Handels am Montag unter $65.000, was zu Liquidationen von Long-Positionen im Wert von etwa $230 Millionen führte, da die Märkte mit einer Konvergenz geopolitischer und makroökonomischer Risiken zu kämpfen haben. Diese Bewegung folgte auf Donald Trumps Entscheidung, einen vorgeschlagenen globalen Zoll auf 15% zu erhöhen, kurz nachdem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten seine „Liberation Day“-Zölle aufgehoben hatte.
Dies verstärkte die politische Unsicherheit inmitten einer bereits abnehmenden Risikobereitschaft und erneuter Bedenken hinsichtlich eines möglichen Konflikts zwischen den USA und Iran. QCP Capital erklärte, dass der Fokus nicht darauf liegt, ob Bitcoin gescheitert ist, sondern wie lange dieser Sturm anhält.
Da BTC auf dem Weg zu einem fünften roten Monatsschluss ist, was historisch gesehen ein spätes Signal ist, richten sich nun alle Augen auf bevorstehende Katalysatoren, darunter Fortschritte beim Clarity Act und Gespräche zwischen den USA und Iran. QCP fügte hinzu, dass eine Rückeroberung der $74.000 entscheidend für eine nachhaltige Erholung bleibt.

