Krones-Aktie gerät nach Höhenflug ins Trudeln
Die Krones-Aktie, bekannt für ihren dynamischen Start ins neue Jahr, sieht sich einer plötzlichen Korrektur ausgesetzt, die auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen ist. Diese Entwicklung folgt den am Donnerstag veröffentlichten Jahreszahlen des Herstellers von Abfüll- und Verpackungsanlagen.
Trotz eines kurzen Höhenflugs auf 136,60 Euro am Mittwoch und anschließendem Rückfall schließt die Aktie den Tag mit einem Minus von zweieinhalb Prozent. Der Abwärtstrend setzte sich am folgenden Tag nahtlos fort, bis zur Mittagszeit fiel der Kurs um 7,1 Prozent auf 123,40 Euro. Damit schmilzt der Jahresgewinn der Aktie erheblich, nachdem dieser noch am Vortag beeindruckende 14 Prozent betrug.
Analysten der UBS, wie Sven Weier, zeigen sich besorgt über den unter den Erwartungen liegenden Auftragseingang und die marginal unter dem Konsens liegenden Umsätze und EBITDA-Ergebnisse. Gewinnmitnahmen waren daher von einigen Marktakteuren schon vor Eröffnung der Börse erwartet worden.
Stefan Augustin von Warburg Research relativiert die Befürchtungen mit dem Hinweis, dass die Zahlen größtenteils im Einklang mit den Konsensschätzungen stehen. Auch wenn er seine Prognosen etwas höher angesetzt hatte, insbesondere für die operative Gewinnspanne im vierten Quartal, bleibt er optimistisch für den Auftragseingang, der ausreichend hoch für weiteres Wachstum sei, trotz eines vierprozentigen Rückstands hinter der Konsensschätzung.
Unterdessen bleiben Analysten anderer Institutionen wie Peter Rotheneicher von der Baader Bank und Stephan Bauer von Metzler optimistisch und bekräftigen ihre Kaufempfehlungen. Bauer verweist auf den "zuversichtlichen Ausblick auf 2025" und sieht, wie seine Kollegen, keinen ernsthaften Anlass zur Beunruhigung.

