Krombacher trotzt Branchentrend durch alkoholfreies Wachstum
Die traditionsreiche Großbrauerei Krombacher aus dem Siegerland hat sich 2025 nicht nur dem rückläufigen Branchentrend widersetzt, sondern auch ihren Absatz stabil gehalten. Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren deutliche Zuwächse bei ihren alkoholfreien Bieren. Während die Kaufbereitschaft für alkoholhaltige Getränke weiter sinkt und die allgemeine Konsumstimmung gedämpft bleibt, hat das Familienunternehmen insbesondere im Segment der alkoholfreien Alternativen punkten können, wie Vertriebsdirektor Hendrik Kuhn betonte. Trotz eines leichten Anstiegs des Bierabsatzes um 0,2 Prozent auf 5,95 Millionen Hektoliter musste das traditionelle Krombacher Pils einen Rückgang von 0,8 Prozent hinnehmen. Noch deutlicher fiel der Rückgang beim Krombacher Weizen aus, das um 4,2 Prozent weniger nachgefragt wurde. Dennoch hält sich die Brauerei stolz an der Spitze der am meisten konsumierten Biermarken in Deutschland, wie aktuelle Rankings belegen.
Ökonomisch gesehen glänzte das Unternehmen zudem mit einem Umsatzwachstum von 1,8 Prozent, was den Höchstwert von 962 Millionen Euro erreichte. Die zuvor angekündigte Preiserhöhung für Bier und Schweppes-Bitterlimonade trug zu diesem Umsatzschub bei. Allerdings schwächelte der Gesamtabsatz minimal um 0,2 Prozent auf 7,56 Millionen Hektoliter – bedingt durch ein Absatzminus von 1,8 Prozent bei den Erfrischungsgetränken rund um die Marke Schweppes. Unterdessen berichtete der Konkurrent Veltins von einem drastischen Rückgang des Konsums alkoholhaltiger Biere in Deutschland, der 2025 um mehr als sechs Prozent zurückgegangen sein soll. Neben der Konsumkrise wirke sich eine Vielzahl an Faktoren auf den Markt aus, doch während viele mit diesen Herausforderungen kämpfen, scheint Krombacher mit innovativen Lösungen und einem erweiterten Produktspektrum gut aufgestellt zu sein.

