Krisenherd Gaza: Israels Regierung sondiert militärische Optionen zur Geiselbefreiung
In einer hochgradig angespannten Lage erwägt die israelische Regierung, den Gaza-Krieg auszuweiten, um verschleppte Bürger aus den Fängen der Hamas zu befreien. Angesichts alarmierender Videoaufnahmen abgemagerter Geiseln plant Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die Freilassung durch einen militärischen Triumph zu erzwingen.
In einer Videobotschaft stellte er klar, dass die Hamas auf keinen Deal abziele und entschlossen sei, Israel zu brechen. Der Appell der Familien der Geiseln prangert die Strategie an: Eine militärische Eskalation gefährde das Leben der Geiseln, die sich bereits in extremer Gefahr befänden.
Dies unterstreicht die Komplexität der Lage, in der humanitäre Überlegungen und Sicherheitsinteressen auf dramatische Weise aufeinanderprallen. Die diplomatischen Bemühungen laufen indes auf Hochtouren.
Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, drängt auf eine dringliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats, um die Taten der Hamas zu verurteilen. Gleichzeitig erweckt die Ankündigung der Hamas, unter bestimmten Bedingungen das Rote Kreuz zuzulassen, Hoffnungsschimmer.
Allerdings knüpft die Hamas diese Hilfe an die Bedingung, dass Israel die Versorgung der palästinensischen Bevölkerung sicherstellt und während der Hilfsaktionen auf Luftaufklärung verzichtet. Israel hat in den letzten sieben Tagen beachtliche Mengen an Hilfsgütern in den Gazastreifen geliefert, jedoch beklagen UN-Organisationen weiterhin unzureichende Versorgung und drohende Hungersnot.
Unterdessen bleibt die israelische Regierung hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise gespalten. Eine mögliche Ausweitung der Kämpfe steht im Raum, um Druck auf die Hamas auszuüben, während zugleich die Möglichkeit eines umfassenden Abkommens in Erwägung gezogen wird.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwägt Netanjahu alle Optionen und steht in engem Austausch mit der US-amerikanischen Führung. Die Zukunft wird zeigen, ob diplomatisches Geschick oder militärischer Druck zur Lösung dieser verfahrenen Situation führen werden.

