Kreditkarten-Markt unter Druck: Trump schockt mit Zinsdeckel-Forderung
Die Aktien führender Kreditkartenanbieter standen zum Wochenbeginn erheblich unter Druck. Die Kurse von US-Giganten wie American Express, Visa und Mastercard mussten spürbare Verluste hinnehmen, ebenso traf es die britische Bank Barclays. Grund für den Kursrutsch war eine überraschende Aussage von Donald Trump, wonach Kreditkartenunternehmen 'gegen das Gesetz verstoßen', sollten sie seiner Forderung nach einer einjährigen Obergrenze für Kreditkartenzinsen nicht nachkommen.
Besonders betroffen waren die US-Märkte: Vorbörslich fiel der Wert von American Express um 4,4 Prozent, Visa sank um 1,6 Prozent und Mastercard gab um 1,8 Prozent nach. Auch in Europa zeigte sich die Unsicherheit, wobei Barclays mit einem Rückgang von 3,1 Prozent zu kämpfen hatte. Die Aktien der spanischen Banco Santander und der französischen Societe Generale verloren jeweils 1,7 Prozent, während die Deutsche Bank relativ moderat um 0,5 Prozent nachgab.
Trumps Forderung nach einem Zinsdeckel von zehn Prozent liegt laut Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown deutlich unter den aktuellen Durchschnittswerten und würde die Branche zu einer umfassenden Neubewertung ihrer wirtschaftlichen Strategien zwingen. Banken könnten gezwungen sein, ihre Kreditlimits zu senken, risikoreichere Konten zu schließen und Prämienprogramme zu reduzieren. Besonders Kartenanbieter in den USA würden unter diesem Druck leiden, aber auch Universalbanken mit Kartensparten könnten nicht unberührt bleiben.

