Konflikte um Fed-Posten und Handelsstreit halten Märkte in Atem
Ein deutlich spürbarer Druck lastet auf den Aktienmärkten, da sich gleich zwei bedeutende Konflikte abzeichnen: Der sich verschärfende Machtkampf um die Besetzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sowie drohende Handelskonflikte zwischen den USA und China. Analysten verweisen auf die Unsicherheit, die beide Themen auslösen, und die sich bereits in vorbörslichen Indikationen niederschlägt. Der IG-Broker taxiert den Dax etwa ein halbes Prozent schwächer auf 24.142 Punkte.
US-Präsident Donald Trump hat beschlossen, Fed-Gouverneurin Lisa Cook mit sofortiger Wirkung aus ihrem Amt zu entfernen. In einem Schreiben an Cook erhebt Trump den Vorwurf, sie habe möglicherweise falsche Angaben in Hypothekenverträgen gemacht. Cook zeigt sich jedoch kampfeslustig und will ihren Posten nicht kampflos aufgeben. Der Vermögensverwalter und Analyst Thomas Altmann sieht hierin nicht nur Potenzial für Unsicherheit an der Wall Street, sondern auch eine Möglichkeit für Trump, durch Neubesetzungen die Fed in eine ihm genehme Richtung mit niedrigeren Zinsen zu lenken.
Parallel dazu droht Trump China mit drastischen Strafzöllen von bis zu 200 Prozent, sollten die Lieferungen von Magneten aus seltenen Erden stocken. Er deutet an, dass solch hohe Zölle den Handel mit China völlig zum Erliegen bringen könnten, was ihn jedoch nicht zu sorgen scheint. Diese Drohungen könnten der Auftakt zu einer neuen Eskalation im Handelsstreit sein, die das Potenzial besitzt, die weltweiten Finanzmärkte erheblich zu erschüttern.

