Könnte XRP Menschen zu Billionären machen? Gründer eines Tech-Unternehmens hält es für möglich

Berichten zufolge hat Joshua Dalton, Gründer von Triblu, ein bemerkenswertes Szenario skizziert: XRP-Inhaber könnten zu Millionären, Milliardären oder sogar Billionären werden, wenn der Token als Teil einer strategischen Krypto-Reserve der USA genutzt würde.
Dalton argumentiert, dass XRP aufgrund seiner Verbindung zu einem US-amerikanischen Unternehmen eine sicherere Wahl für eine nationale Reserve sei als Bitcoin. Diese Behauptung hat einige Teile der Krypto-Community elektrisiert, steht jedoch vor erheblichen rechtlichen und marktbezogenen Herausforderungen.
Daltons gewagte Behauptung und die Zahlen
Daltons Argumentation basiert auf harten Zahlen. Berichten zufolge beläuft sich die US-Staatsverschuldung auf etwa 38 Billionen $. Ripples Treuhandkonto hält ungefähr 34,4 Milliarden XRP. Auf Basis dieser Zahlen berechnen Dalton und andere, dass ein XRP-Preis von etwa 883 $ erforderlich wäre, um rund 80 % dieser Schulden auszugleichen.
Many people won’t like what I say below.
“Bitcoin cannot be the official currency for the United States’ reserves because Satoshi Nakamoto is still unknown and it could be the currency operated by China. The government can 💯 trust XRP because it is operated by @Ripple and 💯…
— Joshua Dalton (@J9Dalton) January 23, 2025
Derzeit wird XRP bei etwa 1,91 $ gehandelt. Das würde einen Anstieg von über 46.000 % für den Token bedeuten. Zum Vergleich: Bitcoin wird bei etwa 89.000 $ gehandelt und müsste etwa 30 Millionen $ pro Coin erreichen, um ein ähnliches Ziel zur Schuldenausgleichung zu erreichen, wenn der Plan auf 1 Million BTC fokussiert wäre, eine Idee, die einst von der US-Senatorin Cynthia Lummis geäußert wurde. Das wäre ein Anstieg von mehr als 33.000 % gegenüber den aktuellen Niveaus.
Rechtliche und marktbezogene Grenzen
US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Anfang des Jahres eine Exekutivanordnung zur Schaffung einer nationalen Bitcoin-Reserve und eines umfassenderen Krypto-Vorratsrahmens. Die politischen Entscheidungsträger scheinen jedoch hauptsächlich auf Bitcoin als Reservewährung fokussiert zu sein, während andere Coins als beschlagnahmte Vermögenswerte oder allgemeine Bestände behandelt werden.
Wichtig ist, dass Ripples Treuhandkonto privat kontrolliert und durch Verträge geregelt wird. Es kann nicht ohne rechtliche Schritte und wahrscheinlich lange Gerichtsverfahren von einer Regierung übernommen werden. Selbst wenn US-Behörden große Mengen an XRP erwerben würden, würde der Verkauf einer solchen Position auf den globalen Märkten den Preis wahrscheinlich eher senken als erhöhen. Märkte sind nicht darauf ausgelegt, Billionen von Dollar ohne erhebliche Verzerrungen aufzunehmen.
Inhaber und Vermögensszenarien
Basierend auf Wallet-Daten würden einige XRP-Adressen bei einem Preis von 880 $ erhebliche nominale Gewinne verzeichnen. Beispielsweise könnte ein Inhaber von 10.000 XRP — derzeit etwa 19.100 $ wert — sehen, wie dieser Anteil auf dem Papier auf fast 9 Millionen $ ansteigt.
Berichten zufolge halten 179.546 Wallets zwischen 5.000 und 10.000 XRP. Etwa 2.006 Adressen liegen zwischen 500.000 und 1 Million XRP. Doch die meisten der größten Reserven werden von Ripple, seinen Gründern oder Börsen gehalten. Nur 20 Wallets enthalten zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde XRP, und sechs Adressen halten mehr als 1 Milliarde.
2026 is going to be epic! Locked in!
XRP will be the star of 2026.
— Coach, JV (@Coachjv_) December 23, 2025
Marktreaktion und Expertenmeinungen
Matthew Sigel, leitender Forscher bei VanEck, hat öffentlich argumentiert, dass Bitcoin den besten Weg für groß angelegte fiskalische Anwendungen bietet, und andere Analysten bleiben skeptisch, ob ein einzelner Token zur "Lösung" der nationalen Schulden verwendet werden könnte.
Coach JV und andere Kommentatoren haben den Fokus auf das Jahr 2026 als potenziell starkes Jahr für die XRP-Kursentwicklung verlagert und die Aussichten als spekulativ und zeitgebunden dargestellt. Diese Ansichten sind hauptsächlich stimmungsgetrieben und hängen von Faktoren ab, die über die Regierungspolitik hinausgehen, wie Marktnachfrage und regulatorische Klarheit.

